Sonntag, 24. Juli 2011

Chaos II

Wem habe ich eigentlich etwas angetan um tagtäglich vom Schicksal überrascht bzw. gefühltermaßen bestraft zu werden?

Heute, Samstag, wieder zum Lieferdienst.
Da ich den Firmen-Opel geliehen bekam, konnte ich vorher noch meine sporadischen Wochenendeinkäufe erledigen.
So rollte ich gemächlich zu Penny, krallte mir die paar wenigen Dinge, die ich und meine Mitbewohner für die kommenden 1,5 Tage benötigten.
Bis dahin alles soweit ok.
Ein kurzer Plausch wie üblich mit der Kassiererin und ab gings wieder zum Uralt-Opel.
Dem Auto erzählte ich noch kurz, welcher Kaffee für welchen Tag gedacht ist und wollte starten. (Ja ich rede mit meinen Fahrzeugen, die haben schließlich auch ein Herz!)

In dem Moment kam ein grüner Nissan auf mich zu.
Ich starrte auf die Nummer, schaute ins entgegenkommende Fahrzeug und hielt die Luft an.
ERIK!
Ok, wir zwei auf einem nahezu leeren Parkplatz.

Hechelatmung setzte meinerseits ein, jede Hebamme wäre stolz auf mich gewesen.
Ich wollte nun endlich den Motor starten, beugte mich nach vorn und rannte mir den Schädel ein.
Gut, nächster Versuch….Schlüssel rum und gekonnt absaufen lassen.
Mittlerweile musste ich farblich einer Signalleuchte ähneln.
Egal, Schlüssel erneut gedreht, Fahrzeug ruckt an und mit gezogener Handbremse elegant auf die Ausfahrt vom Parkplatz zugehüpft.
Peinlicher geht’s mal nicht.

Währenddessen schaute ich nicht einmal nach rechts.
Saß er noch im Auto?
Beobachtete er mich?
Stand er eventuell neben meinem Auto?
Bin ich eigentlich von allen guten Geistern verlassen?!?
Da warte ich auf eine Chance und dann das, ich fahr „einfach“ los und vielleicht wäre gerade heute DER Moment gewesen…

Während meines hüpfenden Abgangs schaute ich noch mal in den Rückspiegel und sah ihn ins Geschäft laufen, leicht errötet mit einem sanften Lächeln.
Verdammt!

Schnell zur Kollegin, diese ins Auto gezerrt und zurück zu Penny…wo natürlich nach gefühlten 5 Minuten kein Erik mehr zu sehen war.
Und selbst wenn, was hätte ich dann getan?
Ihn versehentlich überfahren, hupen und abhauen, dämlich lachen und komisch gucken?

Aufgekratzt wie ein Teenie trat ich meinen Dienst an.
War ziemlich entspannt das Ganze, obwohl ich Bedenken äußerte, dass es sicherlich gegen 18:30 Uhr erst richtig los gehen wird.
Ich sollte Recht behalten, Stress setzte ein, die Fahrer reichten nicht aus und in der Küche begann systematisch das Chaos Einzug zu halten.

Meine letzte Tour allerdings war eine Reise durch den Zauberwald.
Neefestrasse war die Anschrift.
Ein Grummeln machte sich in meinem Magen breit.
Das Navi fütterte ich mit der Hausnummer, prompt zeigte es den Goethering an.
Das Grummeln wurde intensiver, ein komisches Warnsignal in mir machte sich bemerkbar.

Ich ahnte was kommen würde und auch hier sollte ich wieder Recht behalten.
Die Lieferanschrift war die Büroadresse vom Fabelhaften, haargenau und vollkommen identisch.
Ich blieb im Auto sitzen, verfluchte die Welt und geriet dezent in Panik.
Tränen gab es keine, nur ein innerliches Erdbeben, welches aber weniger schlimm als das gestrige Fiasko war.

Mit der Kiste schlumpfte ich sachte ums Haus.
Im Hinterhof wäre der Eingang, meinte der Kunde bei der Bestellung.
Der erste Weg war falsch, der Zweite führte hinter eine Mauer, genau am Büro entlang.
Ein Mordsbrocken fiel mir von der Seele, als ich weder sein Auto sah, noch der Besteller er unter anderem Namen war. (was ich mir innerlich doch zugegebenermaßen wünschte)

Der Mann muss sich also täglich in meine Erinnerung schleichen, mir Schocks und panische Zustände bereiten.
Ich werde dich auch so nicht vergessen geliebter Fabelhafter!

Es war für mich die letzte Lieferung des Abends, die Kraft versagte bei Ankunft in der Pizzeria.
Dafür kam noch ein Junkie reingesprungen um mich mal fix zu beleidigen, bevor er elegant in seinem Winteroutfit in der Welt der Chemiewerfenden verschwand.
Darüber konnte ich nur lachen, die Kollegen waren schockiert.

Shit happens…
Aber Erik und der Fabelhafte in Tarnung an einem Nachmittag reichen vollkommen aus, um mich für andere Geschehnisse immun zu machen.
Es ist nunmal kompliziert, wenn man spürt, dass das eigene Herz für 2 Männer schlägt.

Und trotzdem bin ich für die heutigen „Begegnungen“ sehr dankbar, denn sie zeigten mir die unterschiedlichen Gefühlsbewegungen in mir im Vergleich.
Nur leider kann ich sie nicht deuten, was davon ist Freundschaft, Zuneigung, Verlangen und evtl. Liebe?!

…und darüber mache ich mir heute auch keine Gedanken mehr…


24.07.2011 / 00:45 Uhr

Samstag, 23. Juli 2011

Der Anruf

 

Nachdem du nun vergangenen Dienstag beschlossen hast, keine Zeit mehr zu haben, musste ich mich mit dieser Aussage auseinander setzen und nicht versuchen, deine Nähe zu suchen.
Ohne Auto ist das ganz einfach dir nicht zu begegnen und wenn ich im Facebook den Chat wegklicke, bemerke ich dich dort auch kaum.

Die Gedanken allerdings bleiben, ebenso die Träume und die Gefühle, die plötzlich da sind.
Das alles kannst du mir auch nicht nehmen.

Das ich jetzt irgendwie neben mir sitze, mich von oben betrachte, aus mir nicht schlau werde und keinen Boden unter den Füßen, sondern nur Kälte, spüre, habe ich dir zu verdanken.

Ich sollte zum Punkt kommen, aber die Situation wiederzugeben fällt unendlich schwer.
Mein Kopf versucht jetzt schon zu verdrängen, es als unreal darzustellen.
Nur der schmerzende Schädel und die brennenden verheulten Augen erinnern an die vergangenen Stunden.

In einer ruhigen Minute saß ich heute am späten Nachmittag in der Pizzeria.
Meine Kollegin fummelte irgendwo an den Blumentöpfen, als das Bestelltelefon klingelte.
Bis dahin alles normal, ab da alles anders…

Auf die Nummer auf dem Display schaute ich nicht, ging ran, meldete mich freundlichst und hielt Stift und Zettel bereit.

„Hier ist V……s aus N……. …“

Der Fabelhafte!

Wie ich die Bestellung aufs Papier bekam ist mir schleierhaft.
Was Körperbeherrschung bedeutet, ist mir jetzt allerdings umso klarer.

Ich lauschte deiner Stimme, wie sie die kleine Bestellung aufgab.
Mein ganzer Körper zitterte und ich versuchte nur, mich stimmlich zu fassen und weiterhin freundlich den üblichen Werdegang durchzugehen.

Zum Abholen oder Liefern fragte ich dich.
Geliefert wolltest du haben, ok das ist neu.
Normalerweise kommst du abholen…du willst mich nicht sehen, dachte ich mir.
Fragte nach deiner Hausnummer, du antwortetest gleich mit Straßennamen, worauf ich erwiderte, dass dieser mir durchaus noch bekannt ist.

Am anderen Ende wurde es ruhig, ich nutzte deine Sprachlosigkeit, um dir die eventuelle Lieferdauer durchzugeben und mich höflich zu verabschieden.
Die nächsten Minuten sollten ein Ritt über den Vorhof der Hölle werden.

Der Versuch, die Daten auf den Bestellzettel zu übertragen, scheiterte kläglich.
Ich bebte.
Innerlich, äußerlich, alles um mich herum drehte sich, ich schrie nach der Kollegin und rannte aus dem Geschäft.

Was der Sicherheitsdienst in der Ladenstrasse oder die vorbeilaufenden Fußgänger dachten, war mir relativ egal.
An der Mauer gelehnt, ließ ich die Tränen laufen, die schmerzhaft aus mir rausschossen, nicht liefen, schossen.

Irgendwann dazwischen, davor, danach - ich weiß es nicht - kam eine deutlich hilflose SMS von dir.
Ich blieb kühl.
Du hättest mich an der Stimme nicht erkannt.
Tja kann passieren….so meine Reaktion.

Wieder heulend saß ich erneut vor dem Geschäft, als das Chef-Paar vorbeilief.
Sie kehrten um und fragten nach dem Grund meines Zustandes.
Nach einer kläglichen Erklärung bzw. dem Versuch dessen, lieferten sie für mich zu euch.
Ich hoffe inständig, dass sie dir gegenüber nichts angedeutet haben, was mit mir los war.

Die SMS nahmen ihren Lauf, die Tränen ebenfalls.
Ich solle nicht bockig sein.
Bockig?
Kerl wenn du mich hättest sehen können!

Dass eure Lieferung unterwegs ist teilte ich dir noch mit, bevor ich das Handy erneut unter den Tresen schmiss.
Den Schaden hat es eh nur wegen dir, es flog zu oft und doch traf ich dich nie damit.

Deine Stimme zu hören, nahm mir die Luft.
Nur noch ein Lauschen meines Inneren war spürbar.
Die Reaktion meines Körpers ein Schauspiel.
Ein Film ohne Happy End.


Ich liebe dich doch nicht, will auch nicht verliebt sein.
Du tust mir nicht gut, du gehörst nicht zu mir und überhaupt sollte es nur ein Spiel auf Zeit werden.
Das Spiel lief lang, 8 Monate, ich verlor und du hast nichts gewonnen.

Und doch frage ich mich, warum dir die Stimme versagte, warum sich dein Gewissen meldete.


23.07.2011 / 00:53 Uhr

Mittwoch, 20. Juli 2011

Die Tür…




…schließt sich.
Du davor, ich dahinter.

Es war absehbar, eine Frage der Zeit.
Doch so schnell hätte nichtmal ich damit gerechnet, auch wenn ich in der Hinsicht nie positiv denke.

Du warst der Halt den ich vor 8 Monaten so dringend benötigte, du warst da.
Auch in der Ver(w)irrung mit dem Anderen, der greifbar war und herhalten musste, warst du immer an erster Stelle.
Danach sowieso, erst recht und generell der Einzigste.

Zu ersetzen bist du nicht und ja, es tut weh.
Ich dachte, ich schaffe den Absprung bevor du dich in mein Innerstes graben kannst.
Doch ich verlor dieses Spiel.
Du warst der Vertraute, der zuhörte, redete und nicht verurteilte.

Dies änderte sich, Eifersucht spielte auf beiden Seiten eine Rolle, auch wenn es keiner zugibt.
Die Ansichten änderten sich ebenfalls und beide wurden wir bockig.
Nun gehen wir wieder eigene Wege.
Jeder den eigenen, selbst gewählten Pfad.

Vielleicht kreuzen sich diese Wege irgendwann wieder einmal, vielleicht auch nicht.
Für mich steht fest, dieser Weg wird kein leichter sein…



19.07.2011 / 00:23 Uhr

Dienstag, 19. Juli 2011

Schwäche




Kann ein Mensch zu schwach sein, um die Tränen zu vergießen, die sich zu einem dicken Kloß in der Kehle sammeln?
Zu schwach, um das rauszulassen, was sich wie eine Faust in den Magen geschlagen hat?

Ja, so schwach kann ein Mensch sein.
Unverständnis, Fragen, Groll und Trauer formen das Wasser zu den salzigen Tropfen, die sich gern ihren Weg in die Freiheit bahnen würden.

Nur ein kleiner, winziger Unwille im Inneren verhindert das Fließen des salzigen Meeres.
Und solang dieser Wille nicht seine Stärke verliert, wird kein Rinnsal die schützenden Augen verlassen, egal wie verschwommen der Blick auch schon ist.

Schwäche tut weh, ebenso wie die Stärke, die Unzulänglichkeit zu verbergen.
Nur nicht anmerken lassen, wie der Wille schwindet und das Unaufhaltsame beginnt.
Und doch ist Schwäche ein Zeichen von Stärke.

19.07.2011 / 01:42 Uhr


Wie komme ich auf diese Gedanken?
DU treibst mich dazu.
Deine verdammte Ignoranz geprägt von Arroganz.

Ich habe oft und lange überlegt, wer von uns beiden den größeren Knall hat.
Langsam, nein, sogar ziemlich sicher, weiß ich, dass du derjenige von uns bist.
Wem du was beweisen möchtest, weiß ich nicht, aber eines ist sicher: Du fährst auch die letzten Sympathien der Menschen Richtung Kellergeschoß, die dich wirklich gern haben.

Was soll ich tun?
Was WILL ich tun?
Mich weiter von dir ausnutzen und benutzen lassen nach Belieben?
Nein, in die Situation wollte ich nie wieder hineingeraten, nun steck ich drin und habe noch die Chance dem ganzen Drama zu entfliehen, bevor es noch schlimmer wird.

Doch möchte ich wirklich alles was uns verbindet aufs Spiel setzen?
Verbindet uns überhaupt noch etwas von dem, was da war?
Noch eine Frage mehr zu denen, die ich schon seit Wochen mit mir rumtrage.

Die Freundschaft zu dir ist mir wichtig.
Doch ist sie nur noch erträglich und echt, wenn du großen Kummer hast oder total betrunken bist.
Dann bist du ehrlich, nur dann bist du auch wirklich du selbst.
Nur ist dies doch keine Basis um dieses Miteinander aufrecht zu erhalten…


19.07.2011 / 02:00 Uhr




Sonntag, 17. Juli 2011

Veränderungen





So trifft man sich nach gut 6 Wochen endlich mal wieder allein und stellt fest, dass sich innerhalb der eigentlich kurzen Zeit doch einiges verändert hat.
Routine.
Keine Neugier.
Geraffte Gespräche.
Fehlende Nähe.
Fast wie immer, nur noch kürzer.
Eine Zwischenmahlzeit, die den aufkommenden Appetit während der Arbeit stillen soll.

Ich hasse deinen Job.
Er hat dich verändert, du bist nicht mehr der, welcher du noch vor reichlich 7 Monaten warst.
Da, als du so vor mir standest und mich rigoros untern Tisch argumentieren wolltest.
Du hast es nicht geschafft, aber dein Versuch weckte mein Interesse an dir, mein Standhalten dein Interesse an mir.
Die Kampflust war erwacht.
Um was wir eigentlich kämpften, war ab diesem Moment egal und das wussten wir beide.

Viel haben wir seitdem miteinander erlebt, in der ersten Zeit mehr, seit Wochen wird es zusehenst weniger.
Aber trotzdem genieße ich diese Momente mit dir, die Schreiberei, die Telefonate, die Treffen, die spontanen Unternehmungen.
Keiner weiß, wie lange das alles noch so läuft.
Ob es sich weiter minimiert.
Bald endet oder doch wieder intensiver wird.

Du fehlst mir.



14.07.2011 / 23:25 Uhr

Samstag, 9. Juli 2011

Der Fabelhafte





Kerl, du fehlst mir!
Nun war endlich Freitag, das Wissen, dass du heim kommst und die Erwartung auf ein Zeichen von dir.
Nichts, aber so was von nichts deinerseits kam.

Seit fast einer Woche habe ich nichts mehr von dir gehört oder gelesen.
Ich vermisse dich und deinen Wahnsinn, will dich bei mir haben um in unsere durchgedrehte verworrene Welt zu flüchten.
Will mit dir Spielchen spielen, die nur wir beide spielen können.

Verdammt, das ist nicht gut dieses Gefühl, es geht über Freundschaft hinaus und hat mit Liebe nichts zu tun.
Abhängigkeit.
Das ist es, ich bin abhängig, du bist eine Sucht von mir.

Und nun melde dich endlich, damit diese elende Sucht gestillt wird…


09.07.2011 / 01:12 Uhr

Ich hab´s satt!




Satt, satt, satter…so.

Da buckelt man sich die Knochen krumm und wird am Ende trotzdem nur angemotzt, alles und noch mehr, falsch gemacht zu haben.
Wenigstens falsch, letztens hab ich ja vollbeladen wie ich war, gleichmal gar nix gemacht.
Naja, die grenzenlose Dummheit von manchen Menschen sollte mich einfach nicht mehr wundern.

Wenn ich nicht schon so lange in der Firma wäre, würde ich die kommenden Tage bis zum Urlaub alles hinschmeißen und krank machen.
Gründe dazu gibt’s mehrere, wäre also nichtmal gelogen.
Mein Steiß tut weh…habe ja keinen Schreibtisch mehr und arbeite derzeit in meinem restlichen Büro auf dem Fußboden.
Wenn das keinen Haltungs- und Nervenschaden hervorruft weiß ich auch nicht.

Apropos Urlaub.
Wer weiß, ob ich den überhaupt noch machen darf wenn meine einzigste Kollegin jetzt zwei Wochen zu einer Schulung muss?!
Eine Woche von meinen Sommerferien wurde ja nun schon weggekürzt.
Wehe dem, wenn der Rest auch noch weg kommt, dann rappelt es ernsthaft.
Meine Geduld hängt an einem seidenen Faden ohne Fangnetz drunter.
Und wer meine Wutausbrüche kennt, sollte sich lieber hüten mir das anzutun.

Ich gestehe, dass ich langsam wieder mit den Nerven am Ende bin.
Es gibt so viel zu tun und nichts davon schaffe ich wirklich.
So schnell wie neuerdings die Zeit vergeht, komme ich in meinem Schneckentempo nicht mehr hinterher.

Ok, meckern nützt nix, aber es befreit ein klein wenig.
Doch die letzten 2 Tage ließen grad keine anderen Regungen zu.
Nachdem ich den vergangenen Arbeitstag hinter mich brachte (Gottseisgetrommeltundgepfiffen!) fuhr ich froh gestimmt an die Tankstelle meines Vertrauens.
Dorthin, wo kein Tankservice-Mann sich die Gusche fusselig labert, um mich betanken zu wollen (würde er nicht schaffen) und meinen Ölstand zu messen (soll er mal versuchen, dann krachts).

Frisch betankt (das Auto) watschelte ich in die Tanke um der Dame an der Kasse meine Karte zu reichen und was passiert?
Nichts.
Gleich mehrfach.
Die Karte wollte nicht mehr als Zahlungsmittel funktionieren und das Bargeld reichte nicht hinten und nicht vorne.
Ok, also behielt sie mal meine Geldbörse, meinen Ausweis und die Autopapiere und ich fuhr (praktisch identitätslos) heim um die Finanzlage der Tanke auszugleichen.

Gesagt, getan…die Ausgabe der Freien Presse Chemnitz unter den Arm geklemmt und ab ins Auto.
In der Zeitung stand natürlich nicht das drin, was angeblich drin stehen sollte.
Somit brauchte ich die Stollberger Ausgabe.
Ich klapperte erstmal all unsere Discounter ab und fuhr dann nach dem erfolglosen Versuch ca. 60 km durchs Erzgebirge.
Erstens ärgerte ich mich darüber, das der Spritstand so herrlich wieder abnahm, dann über mein zugemülltes Auto weil ich deswegen geschlossen fahren musste bei der Glutofen-Hitze und letztlich ärgerte ich mich auch noch über die vergeudete Zeit, weil in der Stollberger Ausgabe auch nix dran stand von dem, was ja ANGEBLICH DRIN STEHEN SOLLTE!

Dafür überfuhr ich in STL fast den Weichkeks an einer Kreuzung.
Schön, dass du dich dort rumtreibst, während wir seit Tagen in der Firma auf dich warten!
(Mädel, ruhig bleiben!)

Zuhause angekommen erstmal sämtliche Taschen und Beutel aus dem Auto gezerrt und mich pronto an den PC begeben um das finanzielle Chaos zu begutachten.
Die Überraschung war die fast vierstellige Summe (vor dem Komma) als schwarze Zahl.
Also am Geldmangel konnte es ne liegen.
Ich wollte gleichmal was überweisen und bimm…nix geschah.
Alles klar: Pfändung.
Unklar: Wer?
Verdacht: Finanzamt.

Seitdem funktioniert bei mir auch kein klarer Gedanke mehr, denn mit dem Geld müsste ich ca. bis 20.08. auskommen, inkl. shoppen, Urlaub und Konzert(e).

Das einzig Entspannende war somit das Haarewaschen.
Herrlich wie flauschig die liegen.

Alles Geplante meinerseits blieb liegen, nichts mit aufräumen, wegräumen oder einräumen.
Keine Wäsche, nichts geputzt oder entrümpelt, kein Abwasch und keine Heimtierreinigung.
Persönlicher Streik, basta.
Außerdem tut mir alles rund mein Hinterteil weh, wo Knochen dran, drunter, drin sind.

Derweilen bastle ich einen Text zusammen für mein TC-Profil.
Es sieht immer noch so elende leer aus seit dem 1.3.11 - jaja, war ein doofer Tag.
Aber wenigstens hab ich das Spiel gut gespielt und sehr gut überstanden ohne aufzufliegen *fg*
Ja, der Schein kann trügen und auch lügen…

Ich springe gedanklich grad wirklich von einem Punkt zum anderen, kann und will es auch gar nicht ändern, sondern genieße während dieser Tipperei das Grollen des Gewitters.
In Gedanken bin ich wieder zu oft beim Fabelhaften, von dem ich seit Samstag noch nichts wieder gehört oder gelesen habe.
Unklar, aber ich vermisse diesen Chaoten.
Nun gut, Freitag kommt er heim, das ist nun mittlerweile schon heute.

Hervorragend, und ich muss ab 17 Uhr wieder zum Lieferdienst.
Naja, nicht mehr lange, eigentlich sogar das letzte Wochenende.
Nur weiß das mal noch keiner und ich bin mir nichtmal sicher, weil ich gar nicht weiß, ob der andere Dienstleister mich überhaupt einstellt.
Der weiß ja noch nichts von seinem Glück mich beschäftigen zu dürfen.

Und nun, 2 Seiten später, läuft mein Film, es donnert, aber mir geht’s nicht besser.
Ich bin wütend.
Auf mich selbst.



08.07.2011 / 01:09 Uhr