Donnerstag, 22. März 2012

15 Jahre



Es gab mal einen Mann, der war der beste Freund, den man sich wünschen kann.
Er starb.

Es gab mal einen Mann, der war der perfekte Mann fürs Leben.
Für ihn bin ich gestorben.

Es gab mal einen Mann, der sollte Beide ersetzen.
Er ist für mich gestorben.

Es gibt jetzt einen Mann, der ersetzt Beide.
Wir gehen auf den Abgrund zu und sind bald einen Schritt weiter…


21.03.2012 / 23:10 Uhr

Montag, 19. März 2012

Leblos


Es ist spät in der Nacht und ich sitze am Laptop und versuche Gedanken und Emotionen in Worte zu fassen.
Relativ schwer, denn Emotionen gibt es bei mir kaum noch.
Entweder liegt es an der Erschöpfung oder aber an den Pillen, die mich systematisch aufbauen sollen und gleichzeitig abstumpfen lassen.

Anhand der Kopfschmerzen spüre ich, dass ich noch lebe.
Alles andere, egal was, ist nicht real.
Die Traumwelt hat mich wieder.
Ab heute eine Woche Urlaub.
Die Gelegenheit dazu, endlich mal all das Liegengebliebene zu erledigen.
Ob ich das schaffe – wenn auch nur Bruchstücke davon – steht in den Sternen.

Musik ist das, was mich träumen lässt.
Mit Musik kreisen meine Gedanken nur um schöne Dinge.
Phantasien, die sich auch um Dich drehen.

Es ist schon erschreckend, was du noch immer in mir auslösen kannst.
Ich habe dich mehrere Wochen von mir fern gehalten, weil mir die Kraft fehlte, dich zu „ertragen“.
Doch entweder ist es Berechnung oder aber Verzweiflung, die dich zu solchen Worten und Taten treibt.

Am 14.3., also vergangenen Mittwoch, hattest du mich an einem wunden Punkt getroffen.
Das Gefühl in mir.
Du hast es geschafft mich spät abends noch aus dem Haus zu locken, da du nicht mehr nach Hause wolltest, zu viel Stress hast und mich brauchst.
Ich gab nach.
Du fuhrst mit mir auf „unsere“ Lichtung.
Reden wolltest du, doch gesprochen wurde nicht viel.
Schweigen umgab uns.
Die Nacht war klar, klarer als unser Verhalten aber genauso kühl.

Die Wandlung von Verzweiflung hin zur Boshaftigkeit war bemerkenswert.
Scheinbar hatte ich vergessen, wie gut du den Schalter in dir umlegen kannst.
Seitdem habe ich von dir nichts mehr gehört oder gesehen.
Du hattest sicher ein anstrengendes Wochenende hinter dir, schließlich wurde dein Sohn ein stolzes Jahr alt.

Möglich ist aber auch, dass du dir am Donnerstag nur deine, an mich gerichteten, Nachrichten durchgelesen hast und bemerktest, welche Zugeständnisse du von dir gegeben hattest.
Kam der Vergleich zur Realität vielleicht in dir auf?
Erschreckende Unterschiede, nicht wahr?
Die Widersprüche, die Unklarheiten, die plötzlichen Sinneswandel…

Du allein weißt, zu welch groben Unfug du mich treiben kannst und es meist auch tust.
Selbst wenn mein Schlafbedürfnis in den vergangenen Wochen stärker war als mein Verlangen nach deiner Nähe, so hattest du mich doch auf der sicheren Seite.
Als Freundin.
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Die letzten Wochen waren für mich nicht leicht.
Im Beruf gibt es mehr Probleme als denkbare Lösungen, familiär sieht es nicht anders aus.
Der Freundeskreis wurde von mir wiedermal aussortiert und die wirklich wichtigen Menschen sind kaum erreichbar.
Auch wenn ich seit Jahren eine Einzelgängerin bin, so fehlt mir doch mitunter eine vertraute Person zum Aussprechen.

Du bist mein Vertrauter, doch kann ich ja schlecht mit dir über dich reden.
Und in die anderen Situationen willst du dich momentan auch nicht rein versetzen, da es dir nicht anders ergeht.
Meine Ablehnung spürst du, aber die Gründe kennst du nicht.
Vielleicht sollten wir doch mal wieder „ernsthaft“ miteinander reden?

Die vollkommene Überlastung, diese Abgestumpftheit meinerseits wirken auf dich rotzig und befremdlich.
Na klar, woher willst du auch wissen was alles geschah in den vergangenen Monaten?
Du warst ja nie wirklich dabei, aber meist ein Grund zur Aufgabe aller Taten.

Ich beobachtete schon immer gern die Menschen in meiner Umgebung.
Daran hat sich auch seit je her nichts geändert.
Nur bin ich mittlerweile nicht nur älter, sondern tatsächlich auch reifer geworden.
Habe die Ruhephasen genutzt um mich selbst zu finden – jedenfalls einen Teil von mir – und mich kennenzulernen.

Dies änderte auch mein Denken, leider nicht das unüberlegte spontane Handeln.
Fazit der Beobachtungen ist jedenfalls, dass es immer weniger echte Gefühle nach außen hin gibt.
Viele spielen ihre Spielchen, leben oberflächlich und sehr materiell eingestellt, basteln eine Mauer um sich herum und strotzen mit dieser hochgemauerten Fassade den Schwierigkeiten des Lebens.

Auch dir habe ich genau das vorgehalten und seltsamerweise hast du mir nicht widersprochen.
Vielleicht weil sich das Abstreiten bei etwas so Offensichtlichem nicht lohnt.

Und generell gesehen umgebe ich mich nahezu täglich mit solch emotionslosen Menschen und passe mich ungewohnt, sozusagen erprobungshalber, meiner Umwelt an.
Es funktioniert tatsächlich.
Mit dieser Unnahbarkeit erregt man das Interesse der Anderen.
Ist dies erstrebenswert?
Klar und deutlich: Nein!

Aber es erleichtert in der Tat einiges.
Man wird nicht haushoch von Vermutungen und Unterstellungen erschlagen, kann nicht angegriffen werden, weil man sich ja für nichts Gesagtes und nichts Getanes rechtfertigen muss.
Alles schön im Hintergrund lassen, dabei abstumpfen und in gefühlsmäßiger Einsamkeit versumpfen.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Leben.

Doch es hilft.
Mir auf jeden Fall im Berufsleben.
Die Kollegen haben keine Angriffsfläche mehr, weil sie von mir rein gar nichts Privates erfahren.
Am Beruflichen können sie gern kritisieren, allerdings kann eine an Burn Out Erkrankte nicht für alle Fehler zur Verantwortung gezogen werden.

An Versuchen meinerseits mangelt es ja nicht, gute Arbeit zu leisten.
Doch anhand schon meiner verloren gegangenen Grammatik sieht man ja deutlich, dass irgendetwas nicht stimmt.

Auf was will ich eigentlich hinaus?
Ganz einfach: ich brauche Hilfe.
Hilfe in jeder Lebenslage.
Hilfe von dir, Hilfe von anderen Personen.
Hilfe zum Leben, für den Alltag, für den Job, für die Liebe, für die Freiheit.

Doch wirst du noch für mich da sein?
Ich werde es merken, vielleicht schon heute nach dem „Kinds-Wochenende“.
Vielleicht  meldest du dich nachher bei mir, vielleicht aber auch nicht.

19.03.2012 / 02:19 Uhr

Sonntag, 18. März 2012

Offenheit


Warum können manche Personen es nicht einfach lassen, andere so hinzunehmen wie sie sind?
Wieso bilden sie sich Urteile über Situationen, in denen sie selbst schon einmal waren, aber dies anscheinend gänzlich aus ihrem Gedächtnis streichen?
Vielleicht geraten sie früher oder später mal in die gleiche Lage, wenn sie es noch nicht waren.
Dann sollten sie sich nur bitte nicht bei mir ausheulen, denn Hohn und Spott meinerseits wird garantiert…

Ich mache nichts direkt falsch, sondern versuche so unkompliziert wie nur möglich, mein Leben zu leben.
Dies ist nunmal nicht immer auf der Sonnenseite, aber die schönen Momente genieße ich dafür ausgiebig und teilte sie bisher auch gern mit meinen…ja, sind es Freunde?
Von selbigen Personen wird man dann hingestellt, als ob man sich an einem Kleinkind vergriffen hat.

Versteh es wer will, ich nicht.
Schlussfolgernd daraus überdenke ich nur noch einmal, wer es wirklich wert ist, den oder die zu kennen.


17.03.2012 / 22:51

Frühling

Der erste Abend im Garten.
Über mir die Sterne, klar, hell und beruhigend.

Die Gedanken wandern automatisch zu dir.
Du bist nicht hier, aber trotzdem spüre ich deine Nähe.
Denke an die Stunden an unserem Platz.

Vorgestern.
Kalt, windig, aber auch da ein sternenklarer Himmel.
Genug Zeit, um sich die Natur in der Nacht zu betrachten.
Schweigsam.

Zu Zweit und doch allein.


16.03.2012 / 21:34 Uhr

Sonntag, 8. Januar 2012

Flucht…

…wäre die einzigste Möglichkeit, um aus diesem Dilemma rauszukommen.

Ich renne erneut zielstrebig an mir vorbei.
Fliehe vor der Außenwelt, meide Nähe zu Menschen, verlasse die halbwegs schützenden Mauern meiner Wohnung nur im Notfall.

Meine Einkäufe lasse ich erledigen, den Arbeitsweg spar ich mir diese Woche noch Dank des Urlaubes und den Lieferdienst habe ich für die kommenden 3 Wochen abgesagt.
Selbst die Anrufer werden konsequent aussortiert.

Warum das alles?
Ich habe einfach Angst.
Angst davor, weder den Alltag noch Nebensächliches zu bewältigen.
Möchte nicht daran denken, dass kommende Woche das Berufsleben wieder beginnt.
Mag nicht auf mein Konto schauen, welches derzeit vom Finanzamt verwaltet wird.
Will nicht vor die Tür gehen um andere Menschen beim Glücklichsein beobachten zu müssen.

Einfach nur dem Ganzen hier entfliehen, dem Druck und dem Gewohnten.
Ja…das will ich, auch wenn es feige und nahezu unmöglich ist.

E.
Du setzt mich schon jetzt unter Druck.
Ich will mich mit dir nicht bei mir zuhause treffen.
Das ist mein Reich, ich kann hier nicht einfach gehen, wenn du mir zuviel wirst.
Es ist nicht schön, dass du so bist, vor allem, weil du zuvor nie so reagiert hast.

Meine Entscheidung, auf Krampf, aus Versorgungswillen, mit dir etwas aufzubauen, ist nicht richtig.
Das spüre ich von Tag zu Tag mehr.

Schon jetzt möchte ich wieder sagen „lass mich in Ruhe!“.


F.
Wo zum Teufel bist du?
Warum meldest du dich nicht bei mir, wieso kommst du nicht her zu mir?
Ich brauche dich.
Dich brauche ich wirklich wie die Luft zum Atmen.
Ohne dich möchte ich nicht sein.

Du tust mir nicht gut, aber du hilfst mir.
Der Wunsch nach deiner Person ist widersprüchlich, aber er besteht nunmal und ist momentan das stärkste Gefühl in mir.
Nur eine Nachricht, nur ein paar kleine Worte die zeigen, dass du mich noch nicht vergessen hast.

Selbst wenn ich nahezu überall bei dir gesperrt bin…warum auch immer.
Ich weiß, dass es erst 2 Tage her ist, seit ich das letzte Mal etwas von dir gelesen habe.
Aber der Entzug von Nähe, welcher schon über 3 Wochen andauert, macht mich fertig.

Rosa Kaninchen:
Bitte verzieh dich in ungeahnte Gefilde.
So wie du mir einen Gefallen tun wolltest, hast du mir dabei gezeigt, dass du nichts weiter als ein Miesepeter bist.
Falsch, ein verdammt arroganter Spielverderber trifft es eher.

Nie hatte ich an etwas so wenig Spaß und Freude, habe mich selten so über verlorene Zeit geärgert und musste mich auch noch nie so dämlich behandeln lassen.
Glücklicherweise habe ich noch einen kleinen Funken Anstand und einen großen Funken Phantasie in mir, um mir solche Blamagen nicht anmerken zu lassen bzw. das Beste aus so einer versauten Situation zu machen.

Du kannst so lieb sein, zeitweilig warst du es selbst an dem Tag, aber diese wenigen Momente konnte man an einer Hand abzählen.
Schlimmer noch, du hast es tatsächlich geschafft, mir ein schlechtes Gewissen einzureden.
Du hast mir leid getan…

Erst nach vielen Stunden und langem Nachdenken wurde mir erst bewusst, dass du sowas von selbstverliebt und egoistisch bist, pessimistisch und taktlos, dass ich sicherlich eine Weile den Kontakt zu dir meiden werde.


03.01.2012 / 23:24 Uhr

Dienstag, 27. Dezember 2011

Verzettelt


…aber diesmal richtig.

Man sollte nicht gleichzeitig mit 2 Männern SMS-Verkehr ausüben, nein, das sollte man wirklich nicht tun.

Während ich dem Einen Vorwürfe machte, fehlte mir die Konzentration dazu, dem Anderen gescheit zu kontern.
So führte dies nun dazu, dass der Fabelhafte meinerseits abgewürgt wurde und Erik sich für morgen selbst zu mir einlud.

Wie komm ich jetzt wieder raus aus der Misere?
Bleibt nur Lügen oder Flucht.
Aber wohin den ganzen Tag flüchten, ohne gleich das Land zu verlassen?

Verflixter Mist…
Tot stellen wäre noch eine Option, Fenster verrammeln, Klingel wieder aus stellen und heimlich ganz leise atmen.
Eine glaubwürdige Lüge zurecht basteln wäre vielleicht auch nicht die schlechteste Idee.

Warum der ganze Zirkus?
Hier schauts immer noch aus wie Dresden 1945.
Ich habe mir diese freien Tage zum Ausruhen genommen, nicht zum Buddeln und Misten.
Nun wird mir zwar nix anderes übrig bleiben, als morgen in den Kampf gegen das Chaos zu schreiten, aber was muss, das muss.

Aber trotzdem, wie kommt der Kerl auf die Idee sich bei mir einzuladen?
Könnte er sich mal Hemmungen zulegen???
Am besten bis morgen…

Scheißdreck…blöde Kerle…


27.12.2011 / 22:34 Uhr

Montag, 26. Dezember 2011

Happy Holiday


Einigeln, Klingel aus, Handys lautlos und die Messenger offline…
Leise Musik oder ein seichtes TV-Programm…
Nicht nachdenken, nicht fühlen, nur ein- und ausatmen…
Aber nur weil es sein muss, nicht, weil der Wunsch besteht…

Einen großen Container mieten, alles hinein werfen was überflüssig ist…
Als erstes sämtliche Erinnerungen an vergangene Zeiten…
Ausmisten, einen Neubeginn starten…
Von Ballast befreien…

Durchatmen, warten und es so nehmen, wie es letztlich kommt…
Schlucken, akzeptieren und nichts rosa malen…
Chemie gegen unerwünschte Träume…
Beschäftigung gegen zuviel freie Zeit…


26.12.2011 / 16:53 Uhr