Sonntag, 17. Juli 2011

Veränderungen





So trifft man sich nach gut 6 Wochen endlich mal wieder allein und stellt fest, dass sich innerhalb der eigentlich kurzen Zeit doch einiges verändert hat.
Routine.
Keine Neugier.
Geraffte Gespräche.
Fehlende Nähe.
Fast wie immer, nur noch kürzer.
Eine Zwischenmahlzeit, die den aufkommenden Appetit während der Arbeit stillen soll.

Ich hasse deinen Job.
Er hat dich verändert, du bist nicht mehr der, welcher du noch vor reichlich 7 Monaten warst.
Da, als du so vor mir standest und mich rigoros untern Tisch argumentieren wolltest.
Du hast es nicht geschafft, aber dein Versuch weckte mein Interesse an dir, mein Standhalten dein Interesse an mir.
Die Kampflust war erwacht.
Um was wir eigentlich kämpften, war ab diesem Moment egal und das wussten wir beide.

Viel haben wir seitdem miteinander erlebt, in der ersten Zeit mehr, seit Wochen wird es zusehenst weniger.
Aber trotzdem genieße ich diese Momente mit dir, die Schreiberei, die Telefonate, die Treffen, die spontanen Unternehmungen.
Keiner weiß, wie lange das alles noch so läuft.
Ob es sich weiter minimiert.
Bald endet oder doch wieder intensiver wird.

Du fehlst mir.



14.07.2011 / 23:25 Uhr

Samstag, 9. Juli 2011

Der Fabelhafte





Kerl, du fehlst mir!
Nun war endlich Freitag, das Wissen, dass du heim kommst und die Erwartung auf ein Zeichen von dir.
Nichts, aber so was von nichts deinerseits kam.

Seit fast einer Woche habe ich nichts mehr von dir gehört oder gelesen.
Ich vermisse dich und deinen Wahnsinn, will dich bei mir haben um in unsere durchgedrehte verworrene Welt zu flüchten.
Will mit dir Spielchen spielen, die nur wir beide spielen können.

Verdammt, das ist nicht gut dieses Gefühl, es geht über Freundschaft hinaus und hat mit Liebe nichts zu tun.
Abhängigkeit.
Das ist es, ich bin abhängig, du bist eine Sucht von mir.

Und nun melde dich endlich, damit diese elende Sucht gestillt wird…


09.07.2011 / 01:12 Uhr

Ich hab´s satt!




Satt, satt, satter…so.

Da buckelt man sich die Knochen krumm und wird am Ende trotzdem nur angemotzt, alles und noch mehr, falsch gemacht zu haben.
Wenigstens falsch, letztens hab ich ja vollbeladen wie ich war, gleichmal gar nix gemacht.
Naja, die grenzenlose Dummheit von manchen Menschen sollte mich einfach nicht mehr wundern.

Wenn ich nicht schon so lange in der Firma wäre, würde ich die kommenden Tage bis zum Urlaub alles hinschmeißen und krank machen.
Gründe dazu gibt’s mehrere, wäre also nichtmal gelogen.
Mein Steiß tut weh…habe ja keinen Schreibtisch mehr und arbeite derzeit in meinem restlichen Büro auf dem Fußboden.
Wenn das keinen Haltungs- und Nervenschaden hervorruft weiß ich auch nicht.

Apropos Urlaub.
Wer weiß, ob ich den überhaupt noch machen darf wenn meine einzigste Kollegin jetzt zwei Wochen zu einer Schulung muss?!
Eine Woche von meinen Sommerferien wurde ja nun schon weggekürzt.
Wehe dem, wenn der Rest auch noch weg kommt, dann rappelt es ernsthaft.
Meine Geduld hängt an einem seidenen Faden ohne Fangnetz drunter.
Und wer meine Wutausbrüche kennt, sollte sich lieber hüten mir das anzutun.

Ich gestehe, dass ich langsam wieder mit den Nerven am Ende bin.
Es gibt so viel zu tun und nichts davon schaffe ich wirklich.
So schnell wie neuerdings die Zeit vergeht, komme ich in meinem Schneckentempo nicht mehr hinterher.

Ok, meckern nützt nix, aber es befreit ein klein wenig.
Doch die letzten 2 Tage ließen grad keine anderen Regungen zu.
Nachdem ich den vergangenen Arbeitstag hinter mich brachte (Gottseisgetrommeltundgepfiffen!) fuhr ich froh gestimmt an die Tankstelle meines Vertrauens.
Dorthin, wo kein Tankservice-Mann sich die Gusche fusselig labert, um mich betanken zu wollen (würde er nicht schaffen) und meinen Ölstand zu messen (soll er mal versuchen, dann krachts).

Frisch betankt (das Auto) watschelte ich in die Tanke um der Dame an der Kasse meine Karte zu reichen und was passiert?
Nichts.
Gleich mehrfach.
Die Karte wollte nicht mehr als Zahlungsmittel funktionieren und das Bargeld reichte nicht hinten und nicht vorne.
Ok, also behielt sie mal meine Geldbörse, meinen Ausweis und die Autopapiere und ich fuhr (praktisch identitätslos) heim um die Finanzlage der Tanke auszugleichen.

Gesagt, getan…die Ausgabe der Freien Presse Chemnitz unter den Arm geklemmt und ab ins Auto.
In der Zeitung stand natürlich nicht das drin, was angeblich drin stehen sollte.
Somit brauchte ich die Stollberger Ausgabe.
Ich klapperte erstmal all unsere Discounter ab und fuhr dann nach dem erfolglosen Versuch ca. 60 km durchs Erzgebirge.
Erstens ärgerte ich mich darüber, das der Spritstand so herrlich wieder abnahm, dann über mein zugemülltes Auto weil ich deswegen geschlossen fahren musste bei der Glutofen-Hitze und letztlich ärgerte ich mich auch noch über die vergeudete Zeit, weil in der Stollberger Ausgabe auch nix dran stand von dem, was ja ANGEBLICH DRIN STEHEN SOLLTE!

Dafür überfuhr ich in STL fast den Weichkeks an einer Kreuzung.
Schön, dass du dich dort rumtreibst, während wir seit Tagen in der Firma auf dich warten!
(Mädel, ruhig bleiben!)

Zuhause angekommen erstmal sämtliche Taschen und Beutel aus dem Auto gezerrt und mich pronto an den PC begeben um das finanzielle Chaos zu begutachten.
Die Überraschung war die fast vierstellige Summe (vor dem Komma) als schwarze Zahl.
Also am Geldmangel konnte es ne liegen.
Ich wollte gleichmal was überweisen und bimm…nix geschah.
Alles klar: Pfändung.
Unklar: Wer?
Verdacht: Finanzamt.

Seitdem funktioniert bei mir auch kein klarer Gedanke mehr, denn mit dem Geld müsste ich ca. bis 20.08. auskommen, inkl. shoppen, Urlaub und Konzert(e).

Das einzig Entspannende war somit das Haarewaschen.
Herrlich wie flauschig die liegen.

Alles Geplante meinerseits blieb liegen, nichts mit aufräumen, wegräumen oder einräumen.
Keine Wäsche, nichts geputzt oder entrümpelt, kein Abwasch und keine Heimtierreinigung.
Persönlicher Streik, basta.
Außerdem tut mir alles rund mein Hinterteil weh, wo Knochen dran, drunter, drin sind.

Derweilen bastle ich einen Text zusammen für mein TC-Profil.
Es sieht immer noch so elende leer aus seit dem 1.3.11 - jaja, war ein doofer Tag.
Aber wenigstens hab ich das Spiel gut gespielt und sehr gut überstanden ohne aufzufliegen *fg*
Ja, der Schein kann trügen und auch lügen…

Ich springe gedanklich grad wirklich von einem Punkt zum anderen, kann und will es auch gar nicht ändern, sondern genieße während dieser Tipperei das Grollen des Gewitters.
In Gedanken bin ich wieder zu oft beim Fabelhaften, von dem ich seit Samstag noch nichts wieder gehört oder gelesen habe.
Unklar, aber ich vermisse diesen Chaoten.
Nun gut, Freitag kommt er heim, das ist nun mittlerweile schon heute.

Hervorragend, und ich muss ab 17 Uhr wieder zum Lieferdienst.
Naja, nicht mehr lange, eigentlich sogar das letzte Wochenende.
Nur weiß das mal noch keiner und ich bin mir nichtmal sicher, weil ich gar nicht weiß, ob der andere Dienstleister mich überhaupt einstellt.
Der weiß ja noch nichts von seinem Glück mich beschäftigen zu dürfen.

Und nun, 2 Seiten später, läuft mein Film, es donnert, aber mir geht’s nicht besser.
Ich bin wütend.
Auf mich selbst.



08.07.2011 / 01:09 Uhr


Dienstag, 5. Juli 2011

Ein Abschied mit Freunden



Wider Erwarten hab ich die Firmenabschiedsparty ganz gut weggesteckt.

Am 1.7. haben wir einen letzten gemeinsamen Abend mit Kollegen aus vergangener und heutiger Zeit, mit Freunden und Bekannten verbracht.
Dafür hatte ich nun extra ein Kulturprogramm auf die Beine gestellt, was eigentlich Unsummen an Geld verschlang.
Naja, vielen hat es gefallen und ich hab kaum etwas mitbekommen.

Der Bardienst war dann doch etwas stressiger anfangs als gedacht, aber letztlich arbeiteten 4 Kollegen tatkräftig mit, nachdem ich Dank Sekt nur noch in Feierlaune war.
Unser DJ versorgte mich aber auch mit der passenden Musik und die tanzenden Freunde hatten genauso viel Spaß wie ich.

Überraschenderweise (ha von wegen), ließen sich von den angekündigten Gästen kaum jemand sehen.
Micha und Michi waren da, aber kein Torsten A., kein rosa Kaninchen, keine Mandy, kein Keks und kein Chris.
Tja, alles andere hätte mich auch ernsthaft gewundert.
Doch wen störte es?
Niemanden.
Wir waren die alte Truppe mit neuen Hinzukömmlingen, hatten Spaß ohne Ende und tanzten uns die Füße wund.
Ich erfuhr, dass Michi an dem einen Abend nicht mit dem Fabelhaften heim ist!
Prima, spitze, hervorragend!!!!

Klar gab es auch Tränen, meinerseits ein paar des Abschieds, zumal einige so taten, als ob ich aus Europa fliehe.
Das Stollberg mal nur 15 km entfernt ist, haben die scheinbar nicht mitbekommen.
So sei es.

Endlich hatte ich auch den Mut (danke lieber Sekt), Torsten I. zu gestehen, dass es anders laufen würde, wenn ich für jemand Bestimmten die Gefühle einstellen könnte…sozusagen auf Knopfdruck.
Er begann tatsächlich an mir nach Knöpfen zu suchen, was bei dem kurzen Schwarzen relativ schnell schief ging.
Aber Shit happens, letztlich konnten wir doch über den ganzen Gefühlssalat lachen.

Ehrlich gesagt dachte ich wirklich, Erik würde mich Michi oder später mit ihrem Mann auftauchen.
Weit gefehlt.

Aber der Abend war überstanden, trotz Zoff mit Chefin, die sternhagelblau war, es aber bis heute abstreitet.

Nun, eine neue Woche, die wahrscheinlich wirklich letzte Woche in der alten Firma, im alten Haus.
Noch 9 Tage arbeiten, dann steht der Urlaub vor der Tür bzw. ist hoffentlich schon drin.

Die erste Überraschung des Tages: Hans (^^) meldete sich zum spontanen Firmen-Kaffee bei mir an.
So erfuhr ich auch, dass Erik am Freitag selbst bei einer Firmenfete war, bei der Hans als Unterhalter wirkte.

Allein waren wir zwar nicht und die Kolleginnen schauten auch etwas verwirrt (nachdem die am Freitag schon nicht mit zählen bei mir hinterher kamen), aber trotzdem war es ein
gelungenes Treffen.
Sieben Monate hatte ich ihn nicht gesehen, keine aufbauende Umarmung bekommen, nichts dergleichen.
Wurde wirklich Zeit, dass sich das änderte.
Danke dafür Herzelchen!

Die zweite Überraschung ereilte mich nach dem obligatorischen Einkauf im nahe gelegenen Discounter.
Wenigstens schaffte ich diesmal meinen Einkauf, nur bis ins Auto kam ich nicht.
Torsten I. knuddelte mich gekonnt um, schon war die Afferei und Kuschelei im Gange.
Jedenfalls so lange, bis sein Kumpel dazu kam.
Personifizierte Verhütungsmittel nerven manchmal ungemein, aber der Kerl war symphatisch und ist scheinbar auch noch ein Kumpel vom Fabelhaften.

Überraschung Nummer 3 war die Nachricht von Hans (jippieh).
Ich war schon immer der Meinung, was nicht passt, wird passend gemacht!
Lassen wir uns nun überraschen, ob der Plan aufgeht.

Jedenfalls kann die Woche so weitergehen.
Es gibt ungeheuerlich viel Kraft und tut gut, mit diesen Personen zu tun zu haben.

Es wird mir fehlen…



04.07.2011 / 23:58 Uhr

Ein Abschied mit Freunden




Wider Erwarten hab ich die Firmenabschiedsparty ganz gut weggesteckt.

Am 1.7. haben wir einen letzten gemeinsamen Abend mit Kollegen aus vergangener und heutiger Zeit, mit Freunden und Bekannten verbracht.
Dafür hatte ich nun extra ein Kulturprogramm auf die Beine gestellt, was eigentlich Unsummen an Geld verschlang.
Naja, vielen hat es gefallen und ich hab kaum etwas mitbekommen.

Der Bardienst war dann doch etwas stressiger anfangs als gedacht, aber letztlich arbeiteten 4 Kollegen tatkräftig mit, nachdem ich Dank Sekt nur noch in Feierlaune war.
Unser DJ versorgte mich aber auch mit der passenden Musik und die tanzenden Freunde hatten genauso viel Spaß wie ich.

Überraschenderweise (ha von wegen), ließen sich von den angekündigten Gästen kaum jemand sehen.
Micha und Michi waren da, aber kein Torsten A., kein rosa Kaninchen, keine Mandy, kein Keks und kein Chris.
Tja, alles andere hätte mich auch ernsthaft gewundert.
Doch wen störte es?
Niemanden.
Wir waren die alte Truppe mit neuen Hinzukömmlingen, hatten Spaß ohne Ende und tanzten uns die Füße wund.
Ich erfuhr, dass Michi an dem einen Abend nicht mit dem Fabelhaften heim ist!
Prima, spitze, hervorragend!!!!

Klar gab es auch Tränen, meinerseits ein paar des Abschieds, zumal einige so taten, als ob ich aus Europa fliehe.
Das Stollberg mal nur 15 km entfernt ist, haben die scheinbar nicht mitbekommen.
So sei es.

Endlich hatte ich auch den Mut (danke lieber Sekt), Torsten I. zu gestehen, dass es anders laufen würde, wenn ich für jemand Bestimmten die Gefühle einstellen könnte…sozusagen auf Knopfdruck.
Er begann tatsächlich an mir nach Knöpfen zu suchen, was bei dem kurzen Schwarzen relativ schnell schief ging.
Aber Shit happens, letztlich konnten wir doch über den ganzen Gefühlssalat lachen.

Ehrlich gesagt dachte ich wirklich, Erik würde mich Michi oder später mit ihrem Mann auftauchen.
Weit gefehlt.

Aber der Abend war überstanden, trotz Zoff mit Chefin, die sternhagelblau war, es aber bis heute abstreitet.

Nun, eine neue Woche, die wahrscheinlich wirklich letzte Woche in der alten Firma, im alten Haus.
Noch 9 Tage arbeiten, dann steht der Urlaub vor der Tür bzw. ist hoffentlich schon drin.

Die erste Überraschung des Tages: Hans (^^) meldete sich zum spontanen Firmen-Kaffee bei mir an.
So erfuhr ich auch, dass Erik am Freitag selbst bei einer Firmenfete war, bei der Hans als Unterhalter wirkte.

Allein waren wir zwar nicht und die Kolleginnen schauten auch etwas verwirrt (nachdem die am Freitag schon nicht mit zählen bei mir hinterher kamen), aber trotzdem war es ein
gelungenes Treffen.
Sieben Monate hatte ich ihn nicht gesehen, keine aufbauende Umarmung bekommen, nichts dergleichen.
Wurde wirklich Zeit, dass sich das änderte.
Danke dafür Herzelchen!

Die zweite Überraschung ereilte mich nach dem obligatorischen Einkauf im nahe gelegenen Discounter.
Wenigstens schaffte ich diesmal meinen Einkauf, nur bis ins Auto kam ich nicht.
Torsten I. knuddelte mich gekonnt um, schon war die Afferei und Kuschelei im Gange.
Jedenfalls so lange, bis sein Kumpel dazu kam.
Personifizierte Verhütungsmittel nerven manchmal ungemein, aber der Kerl war symphatisch und ist scheinbar auch noch ein Kumpel vom Fabelhaften.

Überraschung Nummer 3 war die Nachricht von Hans (jippieh).
Ich war schon immer der Meinung, was nicht passt, wird passend gemacht!
Lassen wir uns nun überraschen, ob der Plan aufgeht.

Jedenfalls kann die Woche so weitergehen.
Es gibt ungeheuerlich viel Kraft und tut gut, mit diesen Personen zu tun zu haben.

Es wird mir fehlen…



04.07.2011 / 23:58 Uhr

Montag, 27. Juni 2011

E.




Egal, wie oft du mir noch entgegen kommst, vor, neben, hinter mir herfährst - es wird nichts ändern, wenn du mich auch noch so sehr versuchst zu übersehen.
Letztlich spüre ich ja doch, dass du dir zwar Mühe dabei gibst, dies aber nicht gelingt.

Die letzten 2 Jahre haben nicht viel verändert, wir haben uns nicht sehr geändert.
Zwar ist viel geschehen und jeder von uns hatte sein Päckchen zu tragen, dennoch denken wir gelegentlich (oder in meinem Fall auch öfter) an den anderen.
Welche Gedanken du dabei hegst, kann ich nicht mal ahnen.
Meine Gedankengänge haben sich in der ganzen Zeit nicht geändert, dessen kannst du dir sicher sein.

Nur habe ich meine Erfahrungen gesammelt und weiß endlich, was ich eigentlich will.
Und du gehörst dazu.
Gefällt dir nicht?
Nutzt nix - ist eine Tatsache, die ich schon lange nicht mehr leugnen kann.

Wie dumm ich mich eigentlich verhalten habe, ist mir in den vergangenen Monaten immer deutlicher bewusst geworden.
Behauptete ich auch immer, dass mir relativ egal ist, was andere Personen erzählen, so scheint dies nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen.

Denn wenigstens einer Person, einem gemeinsamen Bekannten von uns, ist es gelungen, mir ausreichend Gift in die Ohren zu träufeln um dir nicht zu vertrauen.
Ein dummer Fehler.
Das weiß ich nun endlich.

M., ebenfalls eine gemeinsame Freundin, hat mir dies ungewollt bestätigt.
Ich weiß jetzt, dass du nicht mit J. auf Pärchenreise in Paris warst, gar nicht mit ihr liiert warst.
Es tut mir leid, dass ich so ungläubig und rasend eifersüchtig war.
Ich wollte dich nicht mit ihr gemeinsam auf dieses von dir benannte Abstellgleis schicken, aber ja, ich war wirklich neidisch, eifersüchtig und sehr stur diesbezüglich.

Auch die Geschichte mit dem geschenkten Auto hab ich sehr schnell einsehen müssen.
Er redete es mir zwar nicht ein, aber stritt meine Gedanken, meine Meinung auch nicht ab.
War aber auch ein seltsamer und für mich unpassender Zufall, dass ihr Beide den gleichen PKW fahrt.

Alles kleine Missverständnisse, die dazu führten, wo wir seit langem stehen.
In eine unnötige Einsamkeit.
Vielleicht sind wir nicht wirklich allein, haben Freunde, Bekannte, Verwandte und Familie, aber nicht uns.

Wollten wir das denn nicht?
Ich glaube doch, das wollten wir, nur ich zögerte und spielte ein unnötiges Spiel.
Die Rechnung haben wir allerdings Beide getragen.

Nun sind fast 3 Jahre vergangen und ich denke jeden Tag an dich.
Sicherlich habe ich in der Zeit andere Männer kennen gelernt, fühlte sogar dieses Kribbeln in mir, dieses Gefühl des Verliebtseins.
Viel wollten mir einige von ihnen bieten, viel haben sie versprochen, aber nie ließ ich sie näher als unbedingt nötig an mich heran.

Lange habe ich überlegt an was es liegt, warum ich auch da zögerte.
Welche Frau wünscht sich schließlich keine gesicherte Zukunft, keine attraktiven Mann mit Traumjob, mit wertvollen Eigentümern usw.?!
Ich anscheinend nicht.

Dies soll nicht bedeuten, dass du nicht attraktiv bist oder einer Frau keine Sicherheit geben kannst, aber es ist anders, als es diese Anzugtypen mit eigener Firma und eigenem Haus haben.

Denn du hast sogar wesentlich mehr zu bieten.
Du bietest Träume, Wünsche, Hoffnungen, Glauben, Vertrauen und sicherlich auch viel Treue und Ehrlichkeit.
Humor, Spontanität, Kreativität, Einfühlungsvermögen, Poesie und Phantasie kann man bei dir erwarten.
Alles Eigenschaften, die ich nie zuvor und nie danach bei einem anderen je gespürt habe.

Nur haben wir nie wirklich miteinander gesprochen.
Geschrieben, uns umfahren, miteinander gespielt…
Alles romantisch, schön und außergewöhnlich.
Doch klare Worte hätten vielleicht mehr erreicht.
Ich weiß, dass ich diejenige von uns beiden war, die dies verhindert hat.
Doch muss ich wirklich beschwören, dass es nie Lügen oder falsche Vortäuschungen waren, wenn ich keine Zeit hatte.

Das Ergebnis, mich mehr um den Job zu bemühen, als um private Angelegenheiten (sorry, dass ich es so bezeichne), war nicht sehr erfreulich.
Der Job hat mir nicht viel Positives gebracht und dich habe ich eigentlich verloren.

Vielleicht ist es die Strafe, die ich wirklich dafür verdient habe.
Aber vielleicht, nur eventuell, bekomme ich auch noch eine (letzte) Chance dir zu beweisen, dass ich nichts anderes möchte, als meine Zeit, mein Leben mit dir zu verbringen, für dich da zu sein, aufrichtig und ehrlich zu und hinter dir zu stehen.

Keiner von uns beiden weiß, ob wir überhaupt zusammen passen.
Im Grunde genommen kennen wir uns nicht wirklich, aber standen uns in mancher Hinsicht näher, als jemand anderem.

Hätte es Zukunft?
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Es käme auf den versuch an.
Ich weiß, bedenkt man, wie oft du den versuch gewagt hast, ist mein Gedankengang grad ziemlich absurd, nahezu ignorant und arrogant.

Oft und lange habe ich mich geprüft, habe andere Männer mit dir verglichen, versucht mit denen glücklich zu sein.
Meist verging das Kribbeln genauso schnell wie es kam.
Ein Song, ein Film, Bilder, Museen oder Worte…immer wieder landete ich gedanklich und gefühlsmäßig bei dir.
Ist das nicht das beste Zeichen?

Langsam fällt mir nichts mehr ein, womit ich dich überzeugen könnte.
Eigentlich möchte ich nur, dass du nicht wegrennst, stehen bleibst, mich in den Arm nimmst und ohne Worte festhältst.

…und vielleicht könnten wir dort weitermachen wo es angefangen hat, im September, im Festzelt…


26.06.2011 / 02:23 Uhr

Montag, 13. Juni 2011

Der Tag danach




Ich sitze immer noch halbwegs erstarrt am Laptop, nebenbei versuche ich die versprochenen Torten zu zaubern und wiedermal die Gedanken zu verdrängen, die sich binnen weniger Sekunden in meinem Kopf festsetzen.
Eine schreckliche Party, grausam und doch so schön.

Es fing schon bescheiden an.
Als Sylvie und ich auf dem Weg zum Sportplatz waren, kamen uns Biggi und Erik entgegengelaufen.
Fein Richtung Heimweg.
Biggi grüßte mich wenigstens noch, Erik dagegen schmunzelte auf seine bewährte Art und ich glaube, er wurde rot.

Das mir in den darauf folgenden Minuten das Herz samt Magen in den Kniekehlen baumelten, ich Schnappatmung und ein Ganzkörperzittern hatte, bemerkte niemand weiter.
Lang schaute ich beiden hinterher, bettelte leise, er möge sich umdrehen, nur einmal wenigstens!
In der Zeit gewann ich meine Fassung zurück.

Am Eingang warteten wir noch auf einen Kumpel, der absonderlich lange für den Weg brauchte.
Michaela kam uns vom Festzelt entgegen und ich blaffte sie sofort an, ob die 2 Kerle wirklich heim sind.
Jep…und zwar ohne die Aussicht auf Rückkehr.
Hervorragend, genau das was ich nicht wollte!

Kaum auf dem Gelände angekommen, traf ich auch alle der wichtigsten Freunde.
Es ist wie immer schön, zusammen zu sein.
Fabi stand etwas abseits, plauderte mit einem für mich Fremden und schaute oft zu mir herüber.

Da ich nicht wusste, wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte, nickte ich ihm nur kurz zu.
Herrgottnochmal, was für ein Lächeln.
Er kam zu uns, drückte mich kurz und verzog sich dann auch sofort Richtung Bar.
Der Abend kann nur toll werden.

Weit gefehlt.
Eigentlich wollte ich nach dem 2ten Bier alkoholfrei weiter feiern, aber es blieb bei dem Wollen.
An 2 große Flaschen Sekt kann ich mich noch erinnern, aber mehr weiß ich leider auch nicht mehr.
Mein Zustand am Ende war desolat.


Kurz sprach ich zu Beginn mit Fabi, er war müde, sah abgespannt und kaputt aus.
Lange blieben wir nicht allein an unserem Tisch, sodann verschwand er auch wieder von mir.
Nach einer Weile schrieb ich ihm eine SMS ob alles ok sei.
Die Antwort darauf lässt mich jetzt noch schlucken.

Er wäre enttäuscht, wie weit ich mich doch unter meinem Niveau bewege!
Ach, er greift meine Freunde an?!
Ich hab wenigstens welche…
Darauf konnte ich nicht wirklich reagieren.

Er, der so zugänglich und aufgeschlossen ist, kreidet mir meinen Umgang an?
Personen, die Tag für Tag ihrer Arbeit nachgehen, meist im Schichtdienst arbeiten, dazu noch körperlich - die wagt er anzugreifen?
Das war zuviel für mich.
Mag sein, dass ich überzogen reagiere, aber das Recht nimmt sich niemand raus, der uns nicht kennt und da schließe ich mich absichtlich mit ein!

So zog sich dann meine Laune auch über den Abend hin.
Sicherlich hatte ich Spaß, hab viel getanzt, gelacht, Blödsinn ohne Ende angestellt und viel mit Michi über Erik gesprochen.
Aber ein fader Unterton mischte sich trotzdem ein.

Irgendwann eskalierte dann meine Laune.
Er spielte ein fieses Spiel mit mir.
Er tat es absichtlich und mit Freude.
Er wusste, er würde mir weh tun.

Irgendwann sah ich ihn dann mit Michi auf der Tanzfläche.
Ab diesem Augenblick verspürte ich einen unbändigen Zorn, auf ihn, auf sie, auf mich, auf eigentlich jeden.
Ja ich war eifersüchtig!
Und jeder der es (nicht) wissen wollte, bekam meine ungeschönte Meinung auch an den Latz geknallt.

Später kam er bei mir vorbei, meinte, dass er jetzt geht und war weg.
Bisher weiß ich nicht, ob er wirklich mit Michi los ist.
Sollte es so sein….
Nein, nicht mehr drüber nachdenken.

Warum stört mich das plötzlich?
Weshalb müssen wir uns verletzen?
Wieso kommt auf einmal dieses Gefühl von Eifersucht auf?

Dazu gehören doch Gefühle und die darf es bei uns eigentlich nicht geben…



12.06.2011 / 23:49 Uhr