Montag, 6. Juni 2011

Endlich geweint...

Endlich geweint…

Montag: 06.06.2011
Gefangene Lächeln: 12

…und nein, mir geht’s nicht gut.
Es tut weh die Räume in der Fabrik leer zu räumen.
Jetzt ist der Abschied, das Ende einer Ära, nicht mehr zu leugnen.
Selbst für mich nicht, wo ich doch lange Zeit lernte, Dinge zu verdrängen, die mir unangenehm sind.

Mein Sorgenkeks gab sich heute ebenfalls mal wieder die Ehre.
Die Laune nicht gerade erbaulich, was meine Miesmuschelstimmung nicht sonderlich hob.
Zu dritt räumten wir ab Mittag die einzelnen Dinge aus dem Textilkabinett.
Sein Lachen störte mich, war nicht zu deuten.

Als sich unsere Hände das erste Mal zufällig berührten, spürte ich seine Nervosität.
Er fühlte sich ebenfalls nicht wohl in seiner Haut.
Warum ist unklar, Gelegenheit zum Reden hatten wir heute kaum.

Später, nach Dienstschluss, traf ich ihn an der üblichen Stelle.
Ihm ging es besser, kurzzeitig, bis sein Kumpel auftauchte und deutlich wurde, dass der Keks dringend aus diesem Umfeld weg muss.

Da ich nicht weiß, wie sich das Muttisyndrom anfühlt, nehme ich an, das sich meine soziale Ader gerade sehr stark bemerkbar macht.
Ich möchte ihm helfen, er ist kein schlechter Kerl.
Und Fehler haben wir alle gemacht und tun sie mitunter jetzt noch.
Morgen werde ich versuchen, mit ihm ein paar Minuten allein zu sein, zu reden, zuzuhören, zu helfen.
Er versprach mir ja heute, dass er morgen wiederkommt.

Und immer wieder wanderten meine Gedanken zwischen ihm, Erik, dem Benz und dem rosa Kaninchen heute hin und her.
Gern vergleiche ich Menschen miteinander und suche nach prägnanten Unterschieden.
Heute hat es mir geholfen mich abzulenken, bis ich allein zuhause war, meinen neusten Lieblingssong von Jupiter Jones hörte.

Ich dachte an meinen verstorbenen Kollegen, das Ende der Firma, an Fabi und den tollen Rest meiner Bekannten und irgendwann kamen sie…die Tränen, auf die ich so lange gewartet hatte…



06.06.2011 / 23:18 Uhr

Hundstage...

Hundstage…

Gefangene Lächeln: ca. 45
Besondere Umarmungen: 1

Gern würde ich die Erlebnisse der vergangenen Woche in Worte fassen.
Nur fehlen mir Selbige um das Gesehene, Gehörte oder auch Gefühlte auszudrücken.

Montag:
Ein feiner Tag, viel gelacht, selbst auf Arbeit. War ja auch der Treppenkeks wieder da.
Leider zu kurz und mit anfangs immens schlechter Laune.
So schlecht, dass ich mir Vorwürfe machte, ihn falsch behandelt zu haben.
Er kam glücklicherweise von selbst auf mich zu und klärte das Problem.
Nein, ich war nicht schuld.

Nach der Mitgliederversammlung war ich zu geladen um sofort heim zu fahren.
Mom wollte eh noch ein Brot, also gings ab zu Penny wo Keksi mit Kumpels stand.
Auch das Vergnügen war nur von kurzer Dauer.
Dafür erfuhr ich, wo sich mein Stalker T.V. grad aufhielt und in welchen Machenschaften er nun verwickelt ist.
Himmelhilf und da dachte ich, auf einem Dorf ist es ruhiger als in einer Großstadt.

Dienstag:
Das Warten auf den Keks dauerte und war umsonst.
Dafür war das Gewitter ein herrliches Spektakel und der Regen tat richtig gut auf der Haut.
Wie sollte es anders sein, es musste noch irgendwas geschehen, was mir den Regen vermieste.
Und an der Kreuzung war es dann auch so.
Erik fuhr vor mir.
Derselbe grüne Nissan mit der gleichen Nummer wie immer…den, den ich aus meinem Kopf löschen wollte, mit dem ich vor 3 Jahren durch den warmen Sommerregen tanzte, der
EINE.

Fluchtartig nahm ich eine andere Strasse, warum auch immer.
Das Ende vom Lied: es begegnete mir auch noch J.S. - und nein, ich konnte nicht lächeln, es kribbelte nicht.
Kein Gefühl mehr da, wo es so lange in mir fest saß.

Zuhause bekam ich dann noch eine SMS vom Fabelhaften. Scheinbar hatte er Sehnsucht.
Er kam bis zu mir heim, wartete, verstand mich falsch, wartete weiter, während ich schon fast auf der Couch schlief.
Einschlief, mit den Gedanken an ihn und wohin das noch führen soll.

Mittwoch:
Job bescheuert, ohne den Weichkeks sogar regelrecht langweilig.
Stellte noch kurz die falsch verstandene SMS vom Fabelhaften klar, um wenigstens etwas Aufregung in den Arbeitsalltag zu schubsen.
War noch vor dem eigentlichen Feierabend auf der Flucht von der Dienststelle.

Ihn, den Keks, sah ich dann ausm Laden kommen mit 2 Damen im Schlepptau, na wenn das mal kein Grund ist, 2 Tage die Arbeit zu vernachlässigen.
Erik sah ich an dem Tag nicht, aber dafür wieder J.S. - und ein bisschen lächeln musste ich da sogar.

Donnerstag:
Himmelfahrt.
Frei bis auf den Pizzadienst.
Der war ausnahmslos lustig, bis auf das ich mal den Astra platt fuhr.
Jedenfalls ein Rad, was ich nicht mal bemerkte.
Ansonsten ein relativ unspektakulärer Tag.

Freitag:
Hab erfahren, dass Jan mit seiner Firma pleite ist, die Angestellten entlassen sind und er beim örtlichen Maler um Arbeit gebeten hat.
Bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall.
Ein wenig tut er mir leid und irgendwie ist mir auch die Lust darauf vergangen, diese Zurückgewinnungsaktion durchzuziehen.

Susi im Lieferdienst ging mir gehörig auf den Zeiger mit ihrer Unlust und dem Gemecker.
Aber wenn Chef nichts dagegen macht, kann ich auch nichts tun.
Versuche jetzt jedenfalls, keinen Dienst mit ihr gemeinsam zu machen.
Auch der Tag ließ sich unter Ulk verbuchen.

Samstag:
Es fängt an hektisch um mich herum zu werden.
Irgendwie passte mir gar nichts ins Schema, alles an Planung fuhr tatkräftig in den Keller.
Nach der Schicht durfte ich wählen, ob ich heim fahre, mit Torsten weggehe oder den Fabelhaften treffe.
Ende vom Lied - eine Autotour mit dem Fabelhaften durch Wald und Wiese mit anschließendem Näherkommen.
Aber dies wird ein anderer Text, er hat seine eigenen Zeilen verdient.

Sonntag:
Derzeit ist es Sonntagmorgen, 04:23 Uhr und ich fange an, müde zu werden.
Nicht vom Erlebten, sondern vom Chatten.
Ich glaube, ich würde sterben vor langer Weile wenn ich länger als 2 Tage ohne Internet auskommen müsste.
Obwohl ich noch genügend Bücher habe, die gelesen werden wollen.
Da fällt mir ein, dass ich mal schauen wollte, ob schon ein neues literarisches Meisterwerk von Susanne Fröhlich erschienen ist.
Ich vergöttere diese Frau und ihren Alltagshumor.

Nach der Fahrt mit dem Fabelhaften hab ich nichts weiter gemacht, als zu texten.
Erst mit R., was an ein Wunder grenzt, wenn man bedenkt das wir gar nicht mehr miteinander kommunizierten vor ein paar Wochen, danach noch ewig mit dem Benz, Falko und Chris.

Der Nachmittag gestaltete sich eher ruhig.
Mir fiel nahezu die Decke auf den Kopf.
Der Fabelhafte verspürte auch wieder seltsame Gelüste, nur leider hatten wir keine Möglichkeit, uns an dem Tag zu sehen.
Ich fuhr also sinnlos durch die Orte, simste währenddessen und grübelte vor mich hin.
Auf einen Kaffee meldete ich mich in der Pizzeria an, wusste ich doch, dass ich da die Zeit bis zum Feierabend der anderen Kollegen verbringen würde.
So geschah es dann auch.
Fabi blieb mein treuer Handyweggefährte.
Ich vermisste ihn, tanzte mit mir selbst durch das Gewitter, den Regen, wurde zunehmenst trauriger.
Letztlich wurde es doch irgendwann Nacht.

Zur Abwechslung war im TC mal wieder Sven online.
Wenn ich dachte, er meldet sich mal wieder bei mir, so dachte ich falsch.
Nur nicht ganz falsch.
Der Reaktion nach, seiner letzten SMS an mich, dachte ich mir meinen Teil.
Ein kurzer Klick auf sein Profil bestätigte mir meinen Verdacht auch.
Ja, er ist neuerdings vergeben.
Aber ich bin wieder an allem schuld - sicherlich.
Na soll er doch.
Die graue Maus kann mir nicht das Wasser reichen, die war eindeutig übrig!

Stört mich auch nicht.
Nur fehlt mir das Gefühl des Verliebtseins…


06.06.2011 / 22:59 Uhr

Samstag, 21. Mai 2011

Diese Woche - 16.05.2011

Montag: 7 gefangene Lächeln, 1 besondere Umarmung
Weia, was für ein Wochenstart.
Irgendwie taten die Knochen weh, die Müdigkeit war unerträglich und generell war halt wieder Montag

Saß wiedermal viel zu lange auf der Treppe, lauschte seinen Geschichten und begann mich wohl zu fühlen.
Der Feierabend war nicht unbedingt das, was ich so schnell wollte.

Das spontane Kaffee-Date am späten Nachmittag entwickelte sich zu einem Doppel-Date und richtete die eine oder andere Katastrophe an.
Schade nur, dass der fabelhafte grade da am Imbiss vorbeifahren musste, als mich mein Kumpel im Arm hielt - tja, geschickt eingefädelt Mädel.

Dienstag: 18 gefangene Lächeln, 3 besondere Umarmungen
Es darf so weitergehen! 

Warum ich an dem Tag Spaß am Job hatte, versteh ich bis jetzt noch nicht.
Bauchschmerzen vom Lachen sind da nämlich eher selten.
Aber zu diesen Lachanfällen gesellte sich noch ein Karomuster am Hinterteil - jaja, die Feuertreppe mal wieder.
Doch irgendwas reizt mich auch jedes mal wieder…

Wenigstens schaffte ich den verhassten Sachbericht, konnte ein wenig das vollgemüllte Büro aufräumen und packte es, meinen „Projektleiter“ Arbeit aufzuzwängen.
Den Feierabend habe ich fast verpasst.

Ab zum Einkaufen in den nahe gelegenen Discounter.
Raus ausm Auto, ordentlich gekreischt um anschließend purpurrot anzulaufen.
Fein das der braunäugige Weichkeks hinter mir stand - dammichnochmal.

Schlimmer noch, er zog mich an sich und drückte mich…
Wie lange kann ein Mensch ohne Sauerstoff eigentlich überleben ohne einen bleibenden Schaden davonzutragen???
Ich atmete nicht, lauschte nur seinem Herzschlag.

Woran ich mittags noch dachte, war plötzlich geschehen…
Ungut das Ganze.
Und sollte evtl. auch einiges geändert haben.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich im Laden drin.
Wir lange wir davor standen weiß ich nicht mehr.
Einkauf gekrallt, die Hälfte natürlich vergessen, raus und ab ins Auto - nur nicht umdrehen!
Gesagt, getan.
Wollte grad losfahren, als ein silbergrauer Benz uf mich zuschießt.
Hmmm….
M. - lange nicht gesehn den Mann.

Auch wir plauderten eine unendliche Weile.
Natürlich unter den entfernten, aber prüfenden Blicken des Weichkekses.
M. ist aus der Art geraten, so nett, mit Wertvorstellungen.
Ich glaube, dass nennt man erwachsen.

So endete auch dieser Tag mit einem ungeplanten „Doppel-Date“ und einem ultrabreiten Grinsen meinerseits.

Mittwoch: 8 gefangene Lächeln, 2 besondere Umarmungen
Nie zu früh freuen Mädel…

Das Meeting im neuen Vereinssitz war ein Lacher.
Wieviele Personen sollen noch mal in das kleine Büro reinpassen???
Prost Bockwurst, das wird hart.

Ansonsten geschah leider nix besonderes - er erschien gleich gar nicht, was meine Laune auch nicht besserte.

Donnerstag: 2 gefangene Lächeln
Wartete immer noch auf eine Antwort zur SMS die ich dem fabelhaften schickte.
Ok, ist er halt sauer.

Arbeitstag war mürbe, der Anruf von einer Sekretippse des Finanzamts erheiterte mich auch nicht.

Mach ich die Steuererklärungen von 2008 bis 2010 halt (nochmal).
Hab ja sonst nichts zu tun und Abgabefrist bis 31.05.2011.

Gewitter, Regen, Regen, Gewitter - wenigstens etwas Erfreuliches.

Freitag: 2 gefangene Lächeln, mehrere böse Blicke
Ausschlafen - juhuuuu!
Schade nur, wenn man zur gewohnten Zeit an seinem freien Tag wach wird.
Herzlichen Dank auch an die biologische Uhr!

Wäsche gewaschen, Abwasch Teil I erledigt, etwas geputzt und entmüllt.
Danach wenigstens ab zum Pizza-Dienst, bissl Leben außerhalb der Wohnung tut auch mal ganz gut *Ironie on*.

Der Weg vorab zum Discounter war fast umsonst.
Hab zwar zur Abwechslung mal eingekauft, was ich brauchte, aber dafür nur noch die Rücklichter vom Benz gesehn.
Schade, schade, schade…

Später dann noch mal dahin, gleich im Dienst, um die fehlende Backmischung zu holen.
Der Weichkeks war da - umgeben von Massen, die ich nicht kannte, nicht kennen will.
Sein Blick sprach Bände.
Ob Stephen King so guckt wenn er an einer Horrorfilm-Vorlage schreibt?
Sicherlich…

Somit auch ein sinnfreier Tag.


21.05.2011, 02:53 Uhr

Ein Resümee - 14. Mai 2011



Das Fest war wieder ein Zusammentreffen der besonderen Art.
Lang vermisste Freunde und Bekannte kamen zusammen, man sang, lachte, trank und tanzte bis in die frühen Morgenstunden.
Ich genoss jede einzelne Minute, tobte wie ein durchgeknallter Teenie mit den anderen durch die Wache.
Gespräche wurden geführt, zum Großteil angenehme Plauderein, aber auch welche, die mich ein wenig traurig gestimmt haben.

Es war ein gelungener Abend, trotz des strömenden Regens.
Wir waren wieder vereint, Freunde die sich aus den Augen verloren hatten, die jahrelang von uns allen entfernt waren, ein neues Leben begonnen haben.

Schön war es und es wird für lange Zeit in meiner Erinnerung bleiben.
Danke dafür.


„J.S.“

Ich verstehe es nicht, es fällt mir nun mal schwer, mit Veränderungen umzugehen.
Auch gefühlsmäßig reißt es mich aus der Spur.
Die Erkenntnis, dass große Gefühle doch enden können ohne weitere Spuren zu hinterlassen, bedrückt mich.
Eine gewisse Leere ist spürbar, aber auch Erleichterung, dass diese sinnlose Hoffnung auf Erwiderung vorbei ist.

Lange habe ich dich am Samstag beobachtet, deine Blicke und Reaktionen in mir aufgesaugt und gespeichert.
Doch wozu eigentlich?
Es war doch absehbar, dass es eines Tages soweit sein wird, wie sonst hätte mich in jemand anderen verlieben können?

Nun geht also auch diese Ära „J“ zu Ende.
Was kommt nun?

Die Gedanken an dich werden sicherlich nie ganz aufhören, aber sie bestimmen nicht mehr mein Handeln.
Die Zeit für Neues ist gekommen.


„E.“

Es ist immer wieder verwunderlich, wie Recht mein Gespür doch hat.
Ich hab dich gesucht, ein wenig vermisst (manchmal auch ein wenig mehr), dich nie wirklich gefunden.
Dir geht es schlecht, du brauchst Hilfe, schaffst die Umbrüche in deinem Leben anscheinend nicht.

Die dir gestellte Diagnose ist mir wohlbekannt!
Dasselbe Problem wie ich zur selben Zeit.
Hättest du nur eher mal darüber gesprochen oder geschrieben, dir eher Hilfe geholt.

Redest du jetzt darüber?
Hilft dir jemand?

Schreib Erik, schreib!
Ich weiß, dass du es kannst und ich verspreche dir, dass es hilft!
Die Gedanken, die Wünsche, die Ängste - schreib sie auf!

Du weißt, wir sind uns so ähnlich in vielen Dingen, zu sensibel und verträumt für diese Welt.
Oft lese ich deine Briefe wenn es mir mal nicht so gut geht, aber auch, um wieder fühlen zu können, dass ich mit meinen Ansichten, mit meinem Denken, nicht allein da stehe.

Ob wir irgendwann noch einmal die Chance haben werden, miteinander zu reden steht in den Sternen.
Aber ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht, du lachen und hoffen, träumen und glücklich sein kannst.

Denn die Probleme des Idioten im weißen Bus, sind doch auch ein bisschen meine Probleme…


„F.“

Es läuft nicht gut zwischen uns.
Dein Job wird systematisch unsere Freundschaft zerstören.
So sehr ich mich auch für deine neue Chance und somit für dich freue, aber ich vermisse dich und deine Verrücktheiten.

Wir werden sicherlich nicht mehr lange Freude an uns haben.
Ok, vielleicht hätte ich auch nicht versuchen sollen, dich zu überfahren, aber das ist eh eine andere Geschichte.

Die Missverständnisse häufen sich, Wut mischt sich mit Enttäuschung.
Wenn du Zeit hast will ich schlafen, bin arbeiten oder hab was vor - wenn ich Zeit hab fehlt dir die Lust, die Zeit oder du kannst nicht weg…

Es fehlt mir…


Fertigstellung: 21.05.2011, 01:59 Uhr

Mittwoch, 11. Mai 2011

Ich glaub, es geht schon wieder los…




Gestern noch mit dem Fabelhaften gezofft, Stalker gespielt, eine Entdeckung gemacht und eine verdammt schlechte Nacht gehabt.
Von geistigen Verwirrungen und seltsamen Gedanken rede ich ja mal gar nicht.

Anfang:
Aus irgendwelchen Gründen verspüre ich neuerdings eine wahnsinnige Vorfreude auf den Job. Nicht weil mir die Arbeit so gut gefällt, sondern eher des Unterhaltungswertes wegen.

Saßen gestern fast 2 Stunden zusammen auf der Nottreppe und hey, es war ja auch nötig, schließlich bin ich als Hobbypsychologe für die Probleme manch anderer gern da.
Normal ist das nicht…

Nach Feierabend bin ich absolut verpeilt durch die Gegend gedüst, eigentlich ziemlich verkehrsgefährdend mein Zustand.
Zwischenzeitlich hatte der Fabelhafte die Idee, mich erneut terminieren zu wollen.
Mein Konter mit den Eiskratzern hat er mir wohl sehr, sehr übel genommen.
Shit happens - was soll´s.

Jan´s Auto hab ich auch abgeparkt entdeckt.
Klasse, er lässt sich wohl doch nicht von der Breitpomoni zuhause abholen.
Kann´s auch nicht so ernst sein.
Zauberte mir doch so ein kleines schadenfreudiges Lächeln ins Gesicht.

Saß mit meinem Nachbarn noch eine Weile draußen, nachdem mein Internet Dank abgebuchter Parteibeiträge nicht bezahlt werden konnte und mir so jegliche Abendbeschäftigung fehlte.
Ally McBeal kam natürlich auch nicht, weil die Trallala-Lena unbedingt eine Sondersendung gewidmet bekam.
Es kam zum Streit zwischen unserem Vermieter und meinem Nachbarn, währenddessen zoffte ich mich mit dem Fabelhaften per Handy weiter.
Wie gesagt, wenn´s momentan nicht um Sex geht, geht’s um Versicherungen.
Er versteht nicht, dass ich auf Beides keinen Wert lege.
Sein Pech oder mein Pech?
Ich weiß es nicht, aber irgendwie wandern meine Gedanken eh immer wieder zu einer anderen Person.

Ende vom Lied - ich wanderte in meine Wohnung, starrte aufs Handy und schaute dann Twin Peaks an.
Ob das der Auslöser für den mörderischen Albtraum war, stell ich mal in den Raum.
Vielleicht auch die innerliche Unruhe und die elende Anspannung, das Chaos meiner Gedanken und die instabile Gefühlswelt.

Und heute?
Hm, die Treppenbesuche waren heute nur von sehr kurzer Dauer, weil heute wieder ein Coachingtermin war.
Schade, ich hab mich richtig wohl gefühlt in den paar Minuten.
Freue mich auch schon auf morgen, wäre ja das letzte Mal für diese Woche - schade eigentlich.

Diese Gedanken muss ich allerdings ganz schnell wieder in die hinterste Ecke verschieben.

Hab sogar vorhin Kekse gebacken, bzw. es erstmal geübt.
Jaja, ich will die zum Treppenpicknick anbieten.
Braves Mädel und absolut nicht gesund im Kopf.

Mittlerweile hat sich der Streit mit dem Fabelhaften etwas gelegt.
Er gibt sich Mühe „Romantik“ einzubringen um mich entspannen zu lassen.
Der Mann ist unbeholfen, dass macht ihn liebenswert.
Aber ob die Realität dann auch so ablaufen würde, wie er es mir grad beschreibt, ist fraglich.
Doch er ist immer noch die beste Ablenkung, um die Gedanken an diverse große weiße Kaninchen mit rosa Augen zu verdrängen.

Verflixt, das Geschriebene ist genauso zusammenhangslos wie meine Gedanken und mein Verhalten…


11.05.2011 / 23:48 Uhr

Dienstag, 10. Mai 2011

Wonnemonat Mai



…es ist doch nichts dabei und auch nichts dagegen einzuwenden, ein klein wenig harmlosen Spaß zu genießen.
Nur ein wenig rumalbern, flirten und scherzen.
Keine Hintergedanken, keine tiefgehenden Gefühle, nichts dergleichen.

Aber irgendwie fährt meine Seele Karussell.
Liegt es wirklich an der Sonne, an der Vorfreude auf kommenden Samstag oder an J. - ja sehr originell bin ich mit den Namen nicht, weiß ich selber.

Saß ich heute wirklich den halben Tag mit dem fremden Mann in der Sonne, naschte ihm die Schoki weg, quasselte über Gott und die Welt inkl. Bin Laden und Blinkdingers?
Himmerherrgottnochmal, der Kerl is werweißwieviel jünger als ich!
Doch es war schön und es wird die kommenden Tage auch so bleiben, sagt mir mein Gefühl…

Sollte ich mir morgen mal die Personalakte zu Gemüte führen und seine Daten durchschnüffeln…nur um ein wenig mehr zu erfahren ohne ihn deswegen persönlich fragen zu müssen?
Ich will nicht neugierig wirken oder ihm irgendwas suggerieren, was sowieso nicht der Fall ist.
Doch er hat was an sich, das reizt einfach…

Ist es der Name?
Das Original dazu ist mir heute auch begegnet - ja, ich werde als Stalkerin immer besser.
Und ich spürte wieder dieses Kribbeln in mir.
Sein Lächeln so unglaublich lieb wie meistens oder wie immer, wenn wir uns allein begegnen.
Ich kann den Samstag kaum erwarten.
Hoffentlich haben wir wenigstens einige Minuten für uns allein.
Es wäre unsere erste Umarmung dieses Jahr, welche viel zu lange auf sich hat warten lassen.

Mittlerweile gebe ich mich damit zufrieden, ihn nur ab und an mal zu sehen.
Nur sein Lachen geschenkt zu bekommen, keine Worte, keine Nähe, keine Berührungen.

Ich habe mich weiterentwickelt seit 2008, bin stiller und erwachsener in der Hinsicht geworden.
Doch in meinen Gedanken und Träumen werden die vergangenen Zeiten weiterhin lebendig bleiben.
Nur da kann ich das ausleben, wozu ich in der Realität zu feige war.



10.05.2011 / 00:05 Uhr

Samstag, 7. Mai 2011

Wie gewinne ich ihn zurück in 6 Monaten - Teil I




Nein, hier geht es nicht um Rache oder nicht enden wollende Liebe.
Es geht einzig und allein um die Tatsache, den eigenen gekränkten Stolz zu stärken und ihm - dem Opfer der ehemaligen Begierde - erneut zu zeigen, was er verloren hat.

Ein halbes Jahr sollte eigentlich genügen, um ihn auf liebevolle Art davon zu überzeugen, dass wir beide zusammen das perfekte Paar waren.
Somit begann mein Rückgewinnungsfeldzug am 1.5. und wird zum 31.10. enden - danach beginnt die stressige Weihnachtszeit und da muss alles in Sack und Tüten sein wie man so schön sagt.

Um wen und was es eigentlich geht?
Die Hauptdarsteller dieses Schauspiels nennen sich Jan, Moni und meine Wenigkeit natürlich.
Inhalt des Stückes: Ich will ihn angekrochen kommen sehn und zwar auf mich zu!!!

Ich will ihn nicht zurück, denn dann hätte ich mich ja nicht von ihm getrennt im Januar 2008.
Aber irgendwas reizt mich, dieses Spiel zeitintensiv, durchdacht und hoffentlich erfolgreich durchzuziehen.

Liegt es an aufkeimender Eifersucht, ihren langen schwarzen Zotteln, dem breiten Hintern der Tante oder einfach nur an dem kleinen Teufelchen, das auf meiner Schulter sitzt und mir Gift in die Ohren träufelt?

Jedenfalls kam mir die Idee vergangenen Freitag, 29.4. auf dem abendlichen Heimweg.
Ich sah ihn an der Tankstelle stehen, fuhr vorbei, drehte um und stellte mich unauffällig auffällig dazu - mein Auto hatte schließlich Durst - auf meine neusten Stalkerqualitäten spiel ich ja gar nicht erst an.
Ein kurzes Gespräch folgte, ein Blick in seine stahlblauen Augen und sämtliche Erinnerungen an „unsere Geschichte“ waren wieder da.

Ich sprach ihn sogar direkt darauf an, was ja sooo gar nicht meine Art ist, und fragte ihn wann er denn nun mit dieser Moni zusammenziehen will.
Der übliche Spruch seinerseits brachte mich erstmal auf die Idee des „Zurückgewinnens“ - „…wart´s nur erstmal ab…“!

Jaja, die Worte kenne ich.
Sie waren 4 Jahre lang eine Begleiterscheinung unserer gemeinsamen Zeit.
Abgelöst wurden sie nur durch den Satz „Ich lieb dich, aber ich kann nicht aus meiner Haut.“
Nun denn, bei Moni kann er es scheinbar und dazu noch relativ schnell.
Soll er mal machen.

Heute nun der 7.5., sein Geburtstag.
Eine liebevoll zynische SMS zu seinem Ehrentag hab ich ihm geschickt.
Ich warte mal die Reaktion ab - die bisher noch nicht kam - und spinne derweil mit Unschuldsblick meinen Gedankenfaden weiter…


07.05.2011 / 23:24 Uhr