Mittwoch, 31. August 2011

Ihr Zwei


Erik:

Der Mann, mit dem ich zusammen alt werden kann.
Die Art von Liebe, bei der man als Paar mit 80 Jahren noch Händchen haltend vor dem Häuschen auf der Bank sitzt.
Die Liebe, in der man sich grenzenlos vertraut, auch durch Weltmeere getrennt spürt, wenn es dem anderen schlecht geht.
Sich fallen lassen kann und weiß, man wird aufgefangen - wortlos und mit ganzer Kraft.

Der Mann, der meine Sinne teilt - mein Kunstverständnis, Romantik, Poesie, Natur und Träumereien.
Er, der meine Seele mit Blicken streichelt…


Der Fabelhafte:

Die Art von Liebe, wie es sie selten gibt.
Die Mischung von Freundschaft, Vertrauen, Sehnsucht, Glück, Trauer, Freude, Spaß, Leidenschaft, Feuer, Sturm, Phantasien und einem Funken Hass.

Eine Verbindung von all dem, was sich Leben nennt.
Gefühle, die 24 Stunden am Tag aktuell sind, sich nicht ausblenden lassen, nichtmal im Schlaf.
Diese Liebe verfolgt einem auf Schritt und Tritt - und sie tut weh, sie macht fröhlich, glücklich, zufrieden, stur, lässt einen durchdrehen - alles auf einmal.

Du bist fabelhaft, eine andere Beschreibung gibt es für dich nicht.
Der Fabelhafte - Fabi - ein Synonym für eine Person, die plötzlich in mein Leben trat.
So unverhofft, so ungewollt und nun so verinnerlicht.

Unsere Geschichte darf es nicht geben, aber sie existiert seit Monaten.
Wir sind uns so ähnlich, haben viele Geheimnisse aus vergangenen Zeiten, die uns geprägt haben.
Gegenseitig vertrauten wir uns Momente unseres Lebens an, die sonst kaum jemand oder gar niemand weiß.

Geheimnisse, die nur wir miteinander teilen können - so, wie du mir dies eines Nachts sagtest.
Und es stimmt, nur wir können miteinander reden, schweigen und uns trotzdem verstehen.
Deinen Schmerz verstehe ich, doch du auch meinen?
Ja - wir müssen uns gegenseitig verletzen, um die Gefühle nicht die Oberhand gewinnen zu lassen.

Wir beide wissen, dass es irgendwann vorbei sein wird.
Keiner von uns wird den Schritt wagen, der eine Zukunft hoffen lässt…
Doch du bist derjenige, mit dem ich sie gern verbringen möchte…


29.08.2011 / 01:19 Uhr

Sonntag, 28. August 2011

Warten II

Warten auf Veränderung, warten auf ein Zeichen, warten auf den neuen Tag.

Ich warte und kann nicht mal genau bemimen auf was.
Würde er sich jetzt melden wäre ich zu müde um sofort zu springen.
Meldet er sich morgen sieht es nicht anders aus.
Allerdings kam die letzte SMS vor ca. 53 Stunden…das ist zu lang.

Ja ich habe Fehler gemacht, wahrscheinlich alle schlimmen Fehler an einem Tag.
Na und?
Wer ist schon perfekt?

Das dazu.

Ansonsten gibt es einen weiteren Grund zu warten.
Nächste Woche um die Zeit habe ich Matze Reim überstanden und springe hoffentlich vergnügt über die Kirmes.

Wer wird diesmal alles da sein?
Er und / oder er?
Wird es wieder so chaotisch wie zur Sportlerfete?
Sicherlich nicht und selbst wenn, dann sind da noch die warmen strahlenden Augen von J.S. die mich schon immer beruhigt haben.

Eine Sternschnuppe brauche ich noch, noch ein Wunsch muss gewünscht werden.
Der vielleicht Wichtigste sogar, wenn ich bedenke das kommenden Freitag mein Urlaub beginnt.
Auf was will ich hier eigentlich raus?
Achja, ich habe keine Ziele mehr vor Augen.
Nicht ein einziges Ziel.


27.08.2011 / 23:55 Uhr

Samstag, 27. August 2011

Sternschnuppensalat II


Die drückende Luft in der Wohnung zwang mich schon den ganzen Abend lang immer wieder hinaus in die abendliche Kühle.
Ein leichter Wind, aber dennoch alles zu mild, um sich wirklich Abkühlung zu verschaffen.

Und gegen 00:30 Uhr sah ich sie dann - direkt vor mir fiel die ersehnte Sternschnuppe.
Diesmal war der Wunsch überlegt formuliert.
Der völlig falsche Wunsch, der diesmal der Richtige war.
Für mich jedenfalls.

Kaum das ich die Worte in den Nachthimmel flüsterte, spürte ich ein unbändiges Gefühl des Glücks.
Kann etwas, dass sich so gut anfühlt, wirklich falsch sein?
Für den gesunden Menschenverstand sicherlich, doch nicht für einen verträumten Charakter.

Nun denn…ich werde warten, dass sich einer oder beide Wünsche erfüllen…


27.08.2011 / 01:12 Uhr

Freitag, 26. August 2011

Irgendwann…

…schlag ich der Frau ins Gesicht, bespucke sie und kotz sie von oben bis unten voll!

Ich könnte jetzt sehr tief in die allerunterste Schublade greifen, um meine Gefühle ihr gegenüber zu äußern, aber nein, ich tu es nicht.
Sie brachte mir heute mein Honorar mit zur Kreisverbandsvorstandssitzung - 50, 00 € von vertraglichen 300, 00 €.
Gut, es reicht nicht für die Finanzamtrate, nicht für den Urlaub….eigentlich für gar nichts.
Ach doch, tanken und einen Tag Kirmes.
Kein Stadtfest, keine 3 Kirmestage und es wird auch ein trockenes Reim-Konzert - wenigstens die Karte hab ich schon mal.
Vielen herzlichen Dank dafür!!!!

Von den gezischten Vorwürfen zwecks Krankseins rede ich gleich gar nicht.
Ich habs mir nicht rausgesucht und ja, der Krankenschein wurde wieder verlängert.
Ich gehe also einen Tag nächste Woche arbeiten um dann 2 Wochen Urlaub zu machen, welchen ich mit Trick 777 heute gerettet habe - braves Kind.

Relativ ideenlos sitze ich nun hier, mit Herzstechen (jaaaa, es liegt am Umfeld) und schlürfe Cappuccino.
Irgendwas mit Leuko…dingsbums hab ich, also mein Blut ist nicht gesund.
Genaueres erfahre ich noch.
Daher auch die Neuro wahrscheinlich, die Pusteln und die schnellen blauen Flecken, schon wenn ich nur schief angesehen werde….ach das ist doch alles Mist.
Gegen die geschätzten 200 Fruchtlotions von Balea reagiere ich auch allergisch, fein nur, dass ich mich damit bis zum 6ten Weltkrieg bevorratet hab.
Die Schilddrüse ist auch im Eimer, erbringt nicht mehr die notwendige Funktion.
Was noch…achja, die lieben Nerven.

Guten Tag, mein Name ist Wrack.

Nichts beruhigt mich, aber gleichzeitig bringt mich auch nichts mehr weiter hoch.
Ich koche auf gleichmäßiger Flamme und nichts und niemand konnte die letzten Stunden daran etwas ändern.

Selbst als ich den Fabelhaften heute im Außenbereich seines Stamm-Feierabend-Ichwillnichtheim-Bierchen-Lokals sah, blieb ich ruhig.
Ich schrieb ihm zwar eine Lolita-SMS, aber auch dies geschah relativ regungslos.
Kein Kribbeln, kein verlangen, keine Tränen.

Und nun?
Ich fühle mich hilflos.
Jetzt wäre der beste Moment, um mein Buch weiterzuschreiben.
Nur würde nach wie vor ein Stocken einsetzen, wenn es um das Kapitel „Familie“ gänge.
Eine psychische Schreibblockade sozusagen.

Ob ich die Aggressionen mit Putzen tatsächlich in den Griff bekomme, steht in den Sternen.
Aber der Versuch der Ablenkung ist es wert.
All das Angestaute in mir muss weg, die Gedanken ans Stadtfest und J.S., an den Fabelhaften und an Freunde und Bekannte, die ich mit meiner Wut nur noch nerve.

Es wird ein Wochenende, das blitzschnell vergessen werden muss, noch bevor es richtig beginnt.
Nur schnell einkaufen, dann heim und einschließen.

Keine Problemlösung, sondern reiner Selbstschutz…

Vergangenheit


Nun stellt sie Fragen und unterstellt.
Katrin - meine Schwester - beginnt mit den Dingen, vor denen ich bei Finchen Angst hatte.
Sie nimmt kein Blatt vor den Mund.
Ich möchte keinen Streit, weiß aber auch nicht, wie ich angemessen auf ihre Nachrichten antworten soll.

Eigentlich würde ich gern wieder alles abbrechen und doch ist es irgendwie angenehm, wenigstens in einer Community eine Schwester zu haben.
Es ist ein Stück Normalität.
Auch wenn unsere Verhältnisse untereinander alles andere als normal sind.

Doch wie verfahre ich nun weiter?
Erstmal drüber schlafen und die ungeklärten Probleme - an denen ich weder Schuld bin noch daran etwas ändern kann - mit ins Bett nehmen.
Verdammt, eure Probleme sind über 40 Jahre her, ich bin 32…warum landet der Dreck bei mir?

Nehmen wir noch meine Chefin dazu.
Erst verführt sie mich zum Betrug und nun werde ich an der kurzen Leine gehalten.
Ihr ist es egal wie hoch ich mich verschulde weil kein Land mehr sichtbar ist, letztlich habe ich keine Beweise.
Habe ihr vertraut, in Naivität gehandelt und zahle nun die Strafe.

Innerlich bete ich, der Doc möge mich noch eine Woche krankschreiben, danach die 2 Wochen Urlaub und ich wäre diese Personen - das Team -  insgesamt 5 Wochen los.
Denn Recht hat er, das Unternehmen macht mich kaputt.
Kaum kommt eine Mail oder SMS bekomme ich Herzrasen.

Aber wen soll ich dafür verantwortlich machen, für all das?
Mich? Andere?
Ich möchte es gern jemandem erzählen, dass es aus mir raus ist, doch wen kann ich in der Hinsicht vertrauen und wer wird mir das alles glauben?

Eigentlich nur einer, derjenige, der nicht mehr mit mir redet.
Aber warum darüber beschweren, ich wollte ja schließlich den Abstand.
Nun sehe ich auch klarer, wieso und weswegen…
Erst schrei und bettele ich, er möge Gefühle zeigen und zulassen und kaum tut er es, weise ich ihn zurück.
Nur nicht nur mehr Gefühle in mir aufkommen lassen, es ist so schon schwer genug.
So verliere ich durch eigene Schuld auch noch meinen Vertrauten…

Es stimmt, man wird im Leben immer bestraft, egal was man Unrechtes tat, die Strafe folgt.


24.08.2011 / 23:02 Uhr

Mittwoch, 24. August 2011

Magengrummeln II


Es ist Mittwochmorgen, bzw. Dienstagnacht und ich sitze noch immer nachdenklich am Laptop.

Noch eine Woche bis zur Ausstellung, noch 10 Tage bis zur Kirmes und somit bis zu meinem nächsten Urlaub.
Ein ungutes Gefühl macht sich diesbezüglich breit.
Was ist, wenn mir die Chefin die freien Tage streicht, nur weil ich 2 Wochen krank war?

Es wäre ungerecht und ich kann nur im Mindesten erahnen, wie ich wahrscheinlich ausrasten würde.
Ich werde vorsorgen sobald ich am Arbeitsplatz eintreffe, soviel ist sicher.

Wenn die Wochen vergangen sind, ist auch nahezu das dritte Quartal des Jahres vergangen.
Im Oktober werden uns die ersten Weihnachtsartikel entgegenlächeln, man wird sich wieder über dieses viel zu zeitige Tamtam aufregen und trotzdem eine leichte Vorfreude verspüren.

Ja, ich freue ich auf die Weihnachtszeit - auch die vielen Wochen davor, die ihre Zeichen in die Richtung lenken werden.
Eine Zeit der Harmonie und Freude, Zeit für Familie und Besonnenheit.
Nun gut, es ist das Fest der Liebe.

Ich mag dieses Fest selbst nicht, nur die Atmosphäre davor.
Und dieses Jahr werde ich singen, den Schnee wieder lieben, die klirrende Kälte in mich aufsaugen und in kindlicher Naivität mit großen Augen durch die Welt laufen.

Vielleicht werde ich auch wieder nach Berlin fahren, um den Vor-Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz zu genießen, den mit der künstlichen Rodelbahn und den Eisangel-Ständen, dem Riesenrad, das so hoch ist, dass man halb Berlin daraus überblicken kann.
Ich war drin, trotz meiner Höhenangst und bin stolz auf mich.

Und vielleicht fährt er mit mir mit.
Der Mann, der es tatsächlich nach Jahren geschafft hat, innerhalb kürzester Zeit in mir Gefühle hervorzulocken.
Jene Gefühle, die ich so tief vergraben hatte und aufsparen wollte für einen Menschen, für den es sich wirklich lohnt, sie wieder auszugraben.
Es wird sich bei ihm nicht lohnen und dennoch sind sie da.

Es ist Irrsinn.
In einer lauen Sommernacht sitze ich am Laptop und denke an Weihnachten und eine Zeit, die ich mit einem Mann verbringen möchte der das weder darf noch kann, vielleicht auch gar nicht will.

Doch aus irgendeinem Grund überkam mich einfach das Gefühl, ein Resümee über die vergangenen Monate zu ziehen.
Jetzt, nachts, mitten im Sommer.

Das Jahr hat mir nicht viel Gutes bisher eingebracht.
Doch bin ich auch ein wenig dankbar für manche Erfahrungen, dankbar für Minuten die ich mit speziellen Personen verbringen durfte und dankbar für jede einzelne Stunde mit ihm - auch wenn ich ihn oft dafür verfluchte.

Letztlich zeigte er mir, dass ich noch lebe und fühle, holte mich aus meinem Tief um mich über das dünne Drahtseil balancieren zu lassen, das er spannte.
Für einen Steg oder gar eine Brücke war und ist die Kraft nicht vorhanden.
Doch auch so muss ich diesen Weg bestreiten.

Es ist ein Jahr des Umbruchs, nicht nur beruflich sondern auch privat.
Vielerseits hörte ich bisher, dass ich weicher geworden wäre im Umgang mit anderen.
Für mich zu weich, zu viele offen gezeigte Emotionen.
Wer es erlebte und mich so nicht kannte, war meist schockiert.
Anlehnungsbedürftig, verschmust, lächelnd, weinend, tanzend und singend - je nach Gefühlszustand.
Für viele Freunde und Bekannte war es grad noch im Rahmen des Erträglichen, für Fremde mitunter lächerlich.
War das Burn-Out daran schuld oder er - oder spielte beides zusammen, um mich zu der emotionalen Litfasssäule zu machen, die ich heute bin?

Noch reichlich 4 Monate und das Jahr ist vorbei…
Gern werde ich sicherlich nicht darauf zurückschauen, aber die denkwürdigen Augenblicke, die prägenden Momente, für immer tief in meinen Erinnerungen vergraben.


24.08.2011 / 02:09 Uhr

Sternschnuppensalat


Was für ein lauer Abend das doch war, ein klein wenig windig manchmal, aber doch so angenehm.
Der Himmel nahezu sternenklar.

Lang sah ich hinauf und beobachtete die funkelnden Sternchen.
Ich wünschte mir ein oder zwei Sternschnuppen für meine Wünsche.
Und auf einmal sah ich sie - die Eine - über dem Dach des Hauses.
Kurz und grell, ein heller Schein am Abendhimmel.

Schnell wünschte ich mir…
Ja, das was der Verstand sagte.
Nicht der Wunsch meines Herzens kam über meine Lippen.
Der Verstand siegte.
Und urplötzlich bereute ich es…


23.08.2011 / 01:21 Uhr