Mittwoch, 28. September 2011

Und wieder…


…hab ich dieses Grummeln im Bauch.

So viele Begegnungen an einem Tag sind auch sehr gewöhnungsbedürftig.
J.S., der Benz und Erik gleich zweimal.
Während der eine von denen strahlte und wahrscheinlich an Wasser denken musste, lächelte der andere nur sanft und verfluchte mich innerlich trotzdem.
Die letzte Begegnung des Tages sah mich nicht, zu viele Autos vor und neben uns…doch erkannte ich wie immer sein Auto schon lange vorher - noch bevor er auf meiner Höhe war und gegen die Sonne anblinzelte.

Kribbelte es?
Ja, nur bei wem wird nicht verraten.
So ganz regiert mein Kopf mein Wesen noch nicht.
Die Vernunft steht immer noch an zweiter Stelle, rückt aber langsam den Gefühlen gefährlich nahe.

Doch was passiert, wenn das eine das andere einholt?
Ganz einfach, eine unbändige Sehnsucht wird sich ausbreiten.
Sehnsucht nach dem was war und was hätte sein können.


28.09.2011 / 20:56 Uhr

Dienstag, 27. September 2011

Unruhe


Eine innerliche Unruhe überkam mich heute Nacht.
Der Herzschlag zu schnell, der Puls raste, kalter Schweiß auf der Stirn.
Rauschen in den Ohren, es klang nach Meer.
Und wieder nur ein paar Minuten Schlaf.

Anstelle etwas daran zu ändern und heute mal das Rezept in der Apotheke einzulösen, düste ich lieber durch die Orte und genoss die verbliebenen Sonnenstrahlen.

Der Job lief heute wieder mittelprächtig und zum Nachmittag hin sogar recht gut.
Das Konzept nimmt Gestalt an und die Worte formen sich nahezu allein zu fachchinesischen Sätzen.

Die Ruhe, wenn die Kollegen weg sind, ist unbeschreiblich entspannend.
Das Rauschen des Straßenverkehrs wirkt beruhigend, die Schritte auf unserem Vorplatz deuten darauf hin, dass ich trotz der Stille im Raum nicht ganz allein bin.

Die Kollegen der „Stadt“ spürt man nicht, auch sie lieben die Ruhe und gehen darin auf.
So schaffte ich heute ab Mittag 3 Seiten Konzeption, es kamen neue Ideen, neue Einfälle, neue Verfahrensweisen auf.
Morgen noch die letzten Stichwörter in Sätze eingebaut, alles in den Antrag übertragen und ich müsste mein Soll am Donnerstag einen Tag vor Fristablauf bewältigt haben.

Darf ich dann Freitag daheim bleiben und mich entspannen?
Vielleicht, mit viel Glück.

Im Oktober gehen die Antragsrunden weiter, Woche für Woche, Konzept an Konzept gereiht.
Auch im November, im Dezember…
So vergeht die Zeit bis Weihnachten wieder wie im Flug und nichts wird wichtiger, als die vielen Ideen innovativ zu verpacken.

Hilft es, mich von allem anderen abzulenken?
Nur bedingt, komplett abschalten kann ich nicht, möchte ich auch nicht.
Manche Fehler muss ich mir selbst vor Augen halten um daran erinnert zu werden, dass es wirklich Fehler waren.

Letztlich nervt einfach alles - auch das getarnte Glück - und die Gedanken ans Verschwinden, still und leise, keimen erneut auf.
Doch Flucht ist keine Lösung, nur die Stärke zählt…


27.09.2011 / 19:34 Uhr

Montag, 26. September 2011

Wochenbeginn


Und es geht mir gut.
Es ist alles in Ordnung mit dir und mir, du Fabelhafter.
Du hast mir so unglaublich gefehlt.

Es gibt endlich ein Zugeständnis, du hast nachgedacht.
Nähe, körperliche Nähe ohne Sex, keine Verpflichtungen, nur Empfinden.
So schön.

Auch wenn du mir erst den späten Nachmittag versüßt hast, aber es war der perfekte Ausklang für den ersten katastrophalen Arbeitstag in der Woche.

Obwohl es heute noch ging im Büro, trotz das ich mit dem Projekt nicht wirklich vorwärts komme.
Morgen wird dann wieder auf- und umgeräumt.
Hab ja auch die Zeit für den Mist.

Sollte mir allerdings noch mal jemand mein Gehalt oder Honorar ausreden wollen, gibt es Tote!
Irgendwann ist meine Geduld am Ende.
Doch dies nur am Rande.

Langsam beginnt es wieder ein klein wenig rund zu laufen.
Ich spüre Energie.
So liegt dies aber auch an Freunden und Bekannten, die einfach nur da sind und einfach nur toll sind.

Politisch geht es auch voran und ich freue mich auf den kommenden Parteitag in Bautzen.
Erstens bin ich hier raus und zweitens bei Sebb, Thomas und natürlich Daniel mit Zwergi.
Nun muss ich morgen mal in Erfahrung bringen, ob meine Chefin auch fährt und ob sie mich gleichmal mitnimmt.

Doch das Beste ist nunmal unser Wiedersehen.
Auch wenn wir nicht auf diese Welt gehören, wahrscheinlich nie zusammen sein werden, niemals die Idylle bei uns einkehren wird….aber nur für die wenigen Momente des Zusammenseins, nehme ich auch den beschwerlichsten Weg in Kauf.
Und ich weiß, du wirst es auch tun…


26.09.2011 / 22:44 Uhr

Das Wiedersehen

Ja,…ich habe dich vermisst!
So vermisst, dass ich heute alle Bedenken über Bord warf um dich zu sehen.
Und ich war zuhause angekommen, in deinen Armen, spürte deine Hände.

Die wohlvertraute Nähe.
Deine strahlenden Augen.
Dein Lächeln so unvergleichlich.

Du hast so sehr gezittert, dass ich dich nicht beruhigen konnte.
Dein Körper bebte, als ich mich an dich schmiegte.
Dein Herzschlag so unglaublich schnell.
Deine betörende Nähe, nichts weiter, nur Nähe.
Dein Versprechen, dass du dich besserst, deine Pläne, deine Worte.

So neu.
So schön.
So wahr.

Wir schaffen das, wir müssen es einfach.
Auch wenn es manchmal miteinander nicht geht.
Aber ohneeinander geht es ganz und gar nicht.

Hattest du heute Angst?
Spürtest du meine?                          

Es gibt keine Andere.
Es gibt keinen Anderen.
Es gibt nichts, was außer uns zählt.

Ich kann dich nicht gehen lassen.
Des Gefühls wegen.
So deutlich war es heute, so vertraut und so nötig.


26.09.2011 / 21:41 Uhr

So ein Leben…


…kann ganz schön kompliziert sein, wenn man nichts dagegen tut.
Und das tu ich nicht, im Gegenteil.
Ich reite mich erstmal ordentlich in die Schwierigkeiten hinein, um im Nachhinein entsetzt den Kopf zu schütteln.

Der Job macht noch immer keinen Spaß, aber ich werde ab und an von Freunden besucht.
Das sorgt zwar im Büro für Missstimmung, aber das ignoriere ich gekonnt.
Nadine, eine „Alteingesessene“, ist eine tolle Kollegin und schnell eine Freundin geworden.
Schade, das sie in 4 Wochen in den Mutterschutz geht.

Noch 3 Monate und dann läuft auch mein Arbeitsvertrag wieder aus.
Auf einer Seite bin ich traurig darüber, auf der anderen Seite würde auch eine Belastung von mir abfallen.
Doch dazu benötige ich erstmal eine Ausweichlösung und bisher tat ich dafür nichts weiter, als nur darüber zu reden, aber nicht zu handeln.

Doch die Antriebslosigkeit ist zu groß.
Dies ist bedauerlich, denn eigentlich muss ich schnellstens ziemlich viele Dinge erledigen, um nicht komplett zu versumpfen.

Morgen, bzw. nachher, werde ich als die perfekte Hausfrau in der Küche stehen, aufräumen, nebenbei backen, ab und an chatten und am Projektkonzept weiterschreiben.
Eventuell wird auch mein Cabrio gebaut, vielleicht zuckt sich einer meiner Lieblingsmänner mal bei mir.

Das alles hat zwar nichts mit der Zukunft zu tun, aber ich würde mich schon mal wieder bewegen und zwar auf nützliche Weise.
Die Waschmaschine ist seit 3 Stunden stumm, wartet auf das Ausräumen.
Ich denke, sie wird mir verzeihen, wenn sie bis 12 Uhr rum weiter warten muss.

Die Streicherei müsste auch mal weitergeführt werden, müsste…
Ich MUSS!
Das ist doch kein Wohnen auf Dauer, doch wo die Kraft hernehmen.
Wenn es etwas geben würde, dass mich dazu veranlasst, dann wäre ich ein flottes Bienchen in der Hinsicht.
Aber so…nein.


25.09.2011 / 15:49 Uhr

Samstag, 24. September 2011

Zerrissen

Ich tu was…
Nur was?
Noch immer hält dieser Zustand von innerlicher Zerrissenheit an.
Zu tun gibt es genug, nur der Antrieb fehlt und das deutliche Ziel.
Es gibt keinen roten Faden, der sich exakt durch Pläne und Vorhaben zieht.
Alles wirkt nur angefangen und nicht weitergeführt.
Möglicherweise, weil wirklich alles nur meinerseits angefangen und nicht beendet wird.

Die Gedanken kreisen viel um die beiden Männer, die mich gefangen halten.
Dazu kommen die zwei Begegnungen mir Erik gestern und vorgestern.
Seine Blicke sind freundlich, er zeigt mir, dass er gewonnen hat.
Sein unausgesprochenes „Nein“ pendelt zwischen uns, wie ein schwingendes Orakel.

Dieser Ort hier wird langsam unerträglich.
Ich begegne den Dreien, ob ich will oder nicht.
Auch wenn der Benz in der kommenden Woche umzieht, weg von hier, so wird dieses „Problem“ noch lange nicht erledigt sein.
Die Erinnerungen an die Tage der vergangenen Woche bleiben haften.
Auch das Gefühl von Harmonie und Einverständnis, diese wortlose Verstehen und das Kennenlernen von Neuem in jeder Hinsicht.

Ich vermisse diesen Zustand.
Aber wie er schon sagte, es ist mittlerweile nur noch ein „Traum“, der Alltag zerschlug diese Zeit.
Obwohl auch er dauernd daran denkt und sicherlich nicht gegen eine Wiederholung abgeneigt ist, auch wenn er sich diesbezüglich nicht aus dem Fenster lehnt.
Zwingen kann ich ihn dazu nicht, auch wenn ich es aus Eigennutz gern tun möchte.

Irgendwie hoffe ich, dass es nach seinem Umzug im gewohnten Prinzip weitergeht - aus den Augen, aus dem Sinn.
Zwar sagt mir mein Bauchgefühl, dass es nicht ganz so einfach wird, aber es muss sein.
Schließlich kann ich meine Wünsche nicht auf ihn umlegen, auch wenn dies relativ praktisch, aber sinnlos, wäre.

Ab Oktober werde ich wieder beim Inder als Fahrerin arbeiten.
Mir fehlt das Geld und die Ablenkung tut mir auch gut, dessen bin ich sicher.
Gestern war ich am späten Nachmittag dort, um mal meine Lieblingskollegin zu besuchen.
Schon am Auto wurde ich von 3 Kumpels herzlich begrüßt, umgeknuddelt und irgendwie befummelt.
Da wir uns in den 11 Monaten seit ich dort bin, schon miteinander angefreundet haben, ist dies aber auf die Art in Ordnung.
Marcel hatte zwar ein wenig miese Laune, aber dies glich Sören wieder aus mit seinem Strahlen und Hannes ist sowieso in Gedanken immer nur beim Thema Nummer 1 unter Männern.

Von meiner Kollegin erfuhr ich dann auch die Neuigkeiten der letzten 14 Tage aus unserem Heimatort.
Der liebe Opi aus der Tischlerei ist verstorben, der ehemals beste Bäcker der Region liegt mit Hirnschlag zuhause, unser Firmenkater, Hr. Meier, wurde überfahren und musste eingeschläfert werden, Geli hat wegen Suff geschlossen, u.s.w….die Mutter einer Kollegin ist auch gestorben.
Die Lebensgefährtin vom Fabelhaften grüßt neuerdings sehr freundlich meine Kollegin…

Um den süßen Kater tut es mir am meisten leid, der kleine Mietzer hat mich die 9 Jahre auf Arbeit begleitet, sein Ringelschwanz und das zarte Gesichtchen waren für eine Katze nicht so typisch, abgesehen vom Namen.

Alles in allem, ist viel zu viel geschehen, nix Gutes, aber die Zeit geht nunmal voran.
Nur ich stehe auf meinem Punkt fest und komme nicht vorwärts.
Das Projekt für´s WOS 2012 muss bis kommenden Freitag fertig, bzw. eingereicht sein.
Den Titel und einen Satz habe ich bereits.
Nicht sehr viel, aber die Konzentration ist auch nicht wirklich dafür vorhanden.

Ich brauche einen Antrieb, irgendein positives Zeichen, egal in welcher Hinsicht oder auf was es sich bezieht, hauptsache etwas Positives.
Sogar auf eine kleine Nachricht vom Fabelhaften warte ich, denn ich vermisse ihn wirklich, nur fehlt mir die Kraft, um dieses Spiel weiter zu spielen.
Die Interessen meinerseits haben sich geändert, der Kopf schaltete sich ungefragt ein und beschwor mich, mich nicht weiter benützen zu lassen.

…und zu mehr ist der Mann ja nicht bereit.
Doch das kenne ich ja nun schon zur Genüge.
Bei J.D. war es letztlich nicht anders und es freut mich, dass es der Breitpo-Moni nicht anders ergeht.

Nun sind mittlerweile viele Stunden vergangen.
Ich traute mich nach draußen in die sonnige Natur, um die notwendigen Einkäufe zu erledigen.
Den Benz traf ich zwar nicht, aber dafür Erik.
Er lächelte.
War das nun so ein Lächeln wie damals die SMS, sarkastisch?
Oder freute er sich wirklich?
Es verwirrte mich jedenfalls nur noch mehr.

Dann kam mir der Fabelhafte noch entgegen, mit Zwerg auf dem Arm, der Tussi und dem großen Mädel.
Wenn so eine glückliche Familie aussieht, erschieße ich mich lieber, als mir so etwas zu wünschen.
Unsere Blicke trafen sich, mir zog sich der Magen zusammen und er sah auch leidend aus.
Hab ich klasse angestellt.
Nun ja, er kann jetzt seiner Frau die ganze Aufmerksamkeit schenken, vielleicht ist sie ihm dafür dankbar.

Wenn ich da an die vergangenen Tage mit M. dachte - egal ob dort oder hier - uns hielt man für ein glückliches Paar.
Wahrscheinlich deswegen, weil wir keins waren und deshalb miteinander Spaß hatten.
Und den hatten wir ja wirklich rund um die Uhr.

Ach verflixt, schon kreisen meine Gedanken wieder um das Gewesene, um das Vergangene, was sich nicht zurück holen lässt.
Nur die „Träume“ bleiben, die Wünsche, so etwas noch einmal zu erleben, vorzugsweise natürlich mit ihm.
Hintergedanken wie „Bindung“ oder „dauerhaft“ gibt es dabei nicht, nur das Verlangen nach Vertrauen und Harmonie.


24.09.2011 / 21:27 Uhr

Nix zu tun?


Es gibt mitunter Momente im Leben, wo man sich selbst zwicken muss, um zu sehen, dass man noch existiert.
Die bornierte Dummheit anderer Menschen ist manchmal einfach nicht zu ertragen.
Man kann sich das annehmen, es ignorieren oder gekonnt kontern.

So wird man zuhause gesehen und somit als Lügnerin deklariert, obwohl man sich zum genannten Zeitpunkt (mit Zeugen) in einem ganz anderen Bundesland befindet…
Beam me up Baby…

Es wird sich das Maul darüber zerrissen, dass man ständig nur hin und her fährt.
Könnte evtl. daran liegen, dass dies der Job oder der Nebenjob erfordern.
Wäre mir auch lieber, wenn es Transfer auf Knopfdruck gäbe - gibt es aber nicht!

Denk doch mal mehr an dich Mädel…
Tut man dies, wird man als egoistisch und arrogant abgestempelt.
Na was denn nun?

„Komm her!“
„Nein, ich mag dich, das geht nur schief!“
„Hmmm…“
Da erspart man anderen Menschen das Übel von Nähe und schon ist das Gegenüber beleidigt…

Normalerweise würde ich sagen „lasse reden“, doch das alles an einem Tag nervt nur noch.
Haben diese Menschen nichts zu tun, keine Hobbys, keine Freunde, keinen Friseur, den sie damit zumüllen können?
Nein? Na dann mein herzliches Beileid!

20.09.2011 / 21:40 Uhr