Mittwoch, 3. August 2011

Alles neu?!

Nein, nicht alles, nur der Arbeitsort hat sich geändert.
Es ist zu eng und zu laut im neuen Büro.
Der Platz für mich ist knapp bemessen, der Weg zur Toilette ein wenig kompliziert und wenn zu viele Leute in dem Raum reden, ist der Schall unerträglich.

Seit gestern 9 Uhr bin ich nun dort - seitdem plagen mich auch schlimme Kopfschmerzen.
Der Kreislauf und der Wetterwechsel tun ihr Übriges.
Mittagessen ist ebenfalls eine Sache für sich, entweder man geht ins Kaffee nebenan - was auf Dauer teuer und einseitig wird - oder ins gegenüberliegende Bistro, was auch nicht viel angenehmer ist.
So muss ich wieder auf Durchhalte-Futter umsteigen, entweder abends vorkochen und trotzdem kalt essen mangels Mikrowelle oder gleich Bemme mit Brot und Schnitte.

Das erstmal dazu.
Ansonsten geht es - noch - vom Arbeitsklima her.
Heute war auch mal wieder Keksi da.
Ab morgen geht’s dann nach Niederdorf, die große Lagerhalle umräumen.
Nun stapeln wir halt alles noch mal übereinander, um den ganzen Mist von 4 oder 5 Etagen auf möglichst eine Etage zu verlagern.
Dort gibt es weder nutzbare Toiletten, kein fließendes Wasser, alles ist mistig dreckig und morgen soll es wieder heiß werden.
Igitt, ich mag nicht.

Unfreiwillig hab ich nun schon in den beiden Tagen 4 Bekannte getroffen.
So muss das wohl sein, wenn man auf einem Bahnhof arbeitet, aber ok, das kann nur spannend werden.

Und Ablenkung tut gut.
Bisher habe ich es noch immer nicht geschafft, den Brief an Erik abzuschreiben.
Irgendetwas in mir hindert mich daran.
Es ist nicht der Gedanke, dass es tatsächlich funktioniert, was ich damit erreichen möchte und die damit verbundene Angst was auf mich zukommen könnte, sondern eher die Frage, ob es wirklich das ist, was ich möchte.

Ich kann es im Moment nicht offen und ehrlich beantworten.
Natürlich wäre es schön, langsam mal in eine Zukunft zu Zweit zuzusteuern.
Aber ist dieser ruhige, in sich gekehrte Mann wirklich derjenige, der mich zufrieden stellt?
In vielerlei Hinsicht sicherlich, davon bin ich felsenfest überzeugt.

Doch für die Schmetterlinge im Bauch war er so noch nie zuständig.
Stellt sich mir die Frage, gehört dieses Kribbeln denn wirklich dazu um dauerhaft glücklich zu sein?
Ist es nicht eher das Gefühl des Vertrauens, der Zugehörigkeit und die Gemeinsamkeiten?

Wohin haben mich denn die Schmetterlinge in meinem Leben bisher gebracht?
Zugegebenermaßen nicht sehr weit.
Sicherlich ist es auch Bequemlichkeit meinerseits, mal Kompromisse einzugehen.
Und diese werden ja in einer funktionierenden Beziehung erwartet.

Ja, es klingt tatsächlich so, als ob ich davon ausgehe, dass ich mit dem Geschriebenen haushohen Erfolg habe.
Weit gefehlt.
Es sind Fragen, die ich mir selbst stelle.
Gedanken mit denen ich mich auseinandersetze um herauszufinden, wohin ich denn wirklich will.
Letztlich sind es alles Bemühungen um zu mir selbst zu finden.
Und es ist eine schwere Suche, deren Wege verschlungen und verknotet sind.

Denn ehrlich gesagt hänge ich gedanklich ständig bei dem Fabelhaften, nahezu rund um die Uhr inkl. mancher meiner Träume.
Nehme ich ihn als gefühlsmäßigen Zufluchtspunkt, als persönliche Ausrede um meinen Standpunkt nicht klar definieren zu müssen?
Gut möglich…

Er ist ja nicht nur ein Spielgefährte für mich, sondern auch die wichtigste Bezugsperson derzeit.
Außerdem auch eine persönliche Herausforderung in verschiedener Weise.
Ich suche die Nähe von Beiden, nur den Unterschied zwischen den Gefühlen kann ich nicht benennen.

Es ist erschreckend, welche Wirkung beide Männer auf mich haben - Unterschiede deutlich im Verhalten - aber anziehend.
Auch jetzt, während dem schreiben, schaue ich ständig auf mein Handy….es könnte eine SMS kommen, wird aber nicht passieren.

Nun hab ich zwei Tage nichts von F. gehört, gesehen oder gelesen.
Das Wissen, das er in der kommenden Woche wieder zur Trainee-Maßnahme ist, macht mich regelrecht panisch.
Soll es denn wirklich wieder auf 2 oder 3 Wochen ohne ihn hinauslaufen?

Schon ist es wieder so deutlich…
Ihn vermisse ich und mit Erik habe ich seit 2 Jahren kein Wort gesprochen und ich nehme es hin.
Vielleicht ist es mein Gewissen, das mir sagt, dass ich genau das auch verdient habe.
Trotzdem sollte es doch andersrum sein.
Ihn sollte ich vermissen, dauerhaft…

Und nicht den Mann, den ich sowieso nicht haben kann und auch nicht ständig an meiner Seite ertragen könnte.
Ich hasse dieses Gefühl, nicht zu wissen, man selbst eigentlich möchte…


02.08.2011 / 22:48 Uhr

Sonntag, 31. Juli 2011

Krankhaft…

…ist sein Verhalten.

Er muss mir weh tun, weil es in seiner Phantasie so ausschaut.
Und ich lass es mir gefallen weil…ja weil…WEIL?!

Achja, weil ich weiß, dass er auch anders sein kann.
Nur im Moment bin ich - mir fehlen die passenden Worte - innerlich leer.
Nichts, keine Regung, aber dafür wieder Fleck an Fleck, schön blau.

Ich weiß, dass er weiß, dass es Mist war.
Klasse, wie sich die Sätze zu einem Ganzen zusammenfügen.
Immer wieder fliegt mein Blick nach rechts zum Handy.
Sollte ihm noch schreiben, nur was…

Kerl nimm die Pfoten von mir?
Ich will die andere Persönlichkeit in dir?
Lass mich ab sofort für immer in Ruhe?
Kauf dir ne Nutte?

Solche Nachrichten liegen mir grad gedanklich auf der Hand.
Aber nein, ich werde nichts dergleichen tun und einfach drüber schlafen.
Der Fuß ist glücklicherweise nicht geprellt oder gebrochen, d.h. ich hatte heute genauso viel Glück wie letztens mit meiner Hand - die hätte ab sein können.

Gut, er machte mir wieder das Angebot, dass ich ihn in 2 Wochen im Hotel bei der WB besuchen könnte.
Was passiert dann?
120 km für 10 Minuten inkl. irgendwelchen schief gelegten Organen?

Tja, warte ich doch mal die kommende Woche ab - vielleicht erscheint er bei mir.
Probedurchlauf sozusagen, ob wir uns in geschlossenen Räumlichkeiten besser verstehen.
Verdammt, was tu ich hier eigentlich?
Und könnte er geplappert haben?
Wieso kommentiert Kristin auf einmal meine Meldungen?
Saß sie mit ihm zusammen im Blacky…weia?!?

30 Minuten später und ich fühl mich immer noch leer.
Wollte ich doch eher etwas Aufbauendes wegen morgen, aber der Schuss ging nach hinten los.
(Nein, den folgenden Gedanken schreib ich nicht nieder, nein, nein.)

Aber ich bin gespannt, wie und woher er mir die Halterlosen versorgen will.
Gedanklich male ich mir grad aus, wie er purpurrot vor eigener Überraschung in einem Laden steht und überlegt, in welche Größe man meine Stampfer packt.
Ok, wenn das genau so ein Versprechen ist, wie mit der Handykarte warte ich eh vergebens.

Langsam kehrt irgendwas in mich zurück, sei es auch nur Kälte, aber ich spüre wieder etwas Leben in mir.
Ich könnte ja auch zur Abwechslung mal aufhören, auf die große Gefühlswelle zu hoffen und einfach das tun, was wir von Beginn an tun wollten.
Wäre einfacher und sein Nachfolger - wer auch immer das sein wird - wird sich nachträglich bei ihm bedanken, denn das was ich an Gefühl abzugeben hab, reicht für Jahre im Vorrat.

Und doch weiß ich, dass er auch anders sein kann.
Er hält sich nunmal an die Grenzen im Spiel - nur ich schieße wieder drüber hinaus.
Letztlich versucht er ja, mir stückweit entgegenzukommen, doch ich Egomanin möchte wieder mehr.
Mehr bekommen um mehr zu leiden, wenn es mir wieder weggenommen wird.

Kann es mir irgendein Mann eigentlich recht machen?
Nein, ich glaube, ich suche so lange nach Fehlern, bis ich glücklicherweise welche finde um darauf rumhacken zu können, nur damit es mir im Anschluss daran wieder leid tut.

Wenigstens hab ich meinen Vorsatz gewahrt - um mich an der Stelle mal selbst zu beweihräuchern - die Gelegenheit verstrich nicht ungenutzt.
Nächster guter Vorsatz: Aufhören zu zicken oder gleich von vornherein sagen, wo es lang geht - dann gibt’s auch keine Missverständnisse mehr.

Ach dammich, warum muss „leben“ so kompliziert sein…

31.07.2011 / 22:57 Uhr

Magengrummeln


Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich noch 22 Stunden und 7 Minuten Urlaub.
Mein Magen ist verknotet und eiskalt läufts mir den Rücken runter.
Nur nicht an Montag denken, nicht an den bevorstehenden Montag denken, nicht…
Wenn das mal nur so einfach wäre.

Das, was ich schon über das neue Büro und die Handvoll Kollegen gehört habe, reicht, um bis Jahresende krank zu machen und den Resturlaub zu verbraten.
Nein, ich mag da nicht hingehen.
Es fühlt sich genauso wie zu Beginn des Jahres an.
Nur bin ich nun stärker und werde mich sofort wehren.
Das Risiko einer Kündigung nehme ich gern in Kauf.
Lieber zuhause oder irgendwo, als in einem getarnten Folterkeller.

Genug hat mir dieser Verein angetan.
Egal wie sehr ich meinen Job manchmal liebe, welch tolle Leute ich dadurch schon kennen gelernt habe und wo er mich reisetechnisch hingebracht hat - aber mein Seelenheil ist mir endlich wichtiger.
Noch einmal so leiden möchte ich wegen denen nicht und auch das „Mobben“ können die sich gepflegt sparen.

Reicht es doch zu, dass ich aufgrund des „Vertrages in Tarnung“ von 2008 eine Pfändung vom Finanzamt am Hals habe.
Fein, dass ich Gelder versteuern muss, die ich nie erhalten habe.
Sehr schön, das ich dadurch den trostlosesten Urlaub aller Zeiten verleben durfte, jedenfalls was das Ausgehen und Shoppen betrifft.

Seit über 3 Wochen schaue ich nun mein Gehalt auf dem Online-Kontoauszug an und kann es nicht haben.
Letztlich ist es mein Fehler, so wie immer, wenn es um die Firma geht.
Aber auch die Zeiten sind nun vorbei.
Erst werde ich denken und dann handeln - ja, so soll zukünftig zur Abwechslung mal meine Arbeitsweise sein.
Meinen Resturlaub werde ich auch in der kommenden Woche anmelden und meine Arbeitszeiten werden zukünftig eingehalten.

Vielleicht gibt es ja tatsächlich demnächst eine ordentliche Struktur, nur bezweifle ich dies einfach mal.
Weil warum soll plötzlich etwas existieren, was 15 Jahre keine Rolle gespielt hat?!
Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Pläne habe ich viele.
Nachher, nach dem Aufstehen, werde ich mir diese auf eine große Pinnwand pieksen, um sie ja nicht aus den Augen zu verlieren.
Doch trotzdem bleiben diese Magenschmerzen.

Wenn die Sekretippse tatsächlich Panik schiebt wegen ihrem eingeschränkten Arbeitsplatz, kann ich es nicht ändern.
Unsere Chefin hat sich nunmal wie immer falsch ausgedrückt oder zu etwas ja gesagt, was sie wie immer von sich aus änderte.
Natürlich ging die Stadtverwaltung nur von einem Büroplatz aus.
Dumm gelaufen, ich muss auch mit rein und möchte meinen eigenen Arbeitsplatz und nicht nur einen Stuhl am runden Besuchertisch.

Und wenn ich erst an die neuen Öffnungszeiten denke, wird’s mir ganz geringe im Bauch.
Täglich 12 Stunden geöffnet?
Die Kollegin hat eine 14,5 Stunden-Woche, ich eine 30 Stunden-Woche…nun erkläre mir mal jemand wie das funktionieren soll.
Mehr „festes“ Personal sind wir nunmal nicht.

Ich weiß, es wird sehr schwer werden die restlichen Monate bis zum Jahresende.
Dann läuft mein Vertrag wie immer aus.

Freizeit wird es wie immer kaum geben und meinen Nebenjob werde ich nur noch selten ausüben können.
Dennoch muss ich mir zuliebe versuchen, das Beste für mich da rauszuholen.
Wie auch immer - aber Einschränkungen nehme ich nicht mehr im übliche Maße in Kauf.

Wenn ich an die Anfänge in der Firma denke, kommt mir das Grausen.
Hätten mich nicht so viele Personen darauf angesprochen, wäre ich mit Mitte 20 als Alkoholikerin versackt.
Doch anderen Menschen fiel dieses Problem glücklicherweise auf.
Die Neurodermitis brach aus, als ich zu einem straffen Lehrgang in Berlin war und meine Chefin mir telefonisch die Kripo auf den Hals jagte, zwecks einer Drogendealer-Geschichte.

Beziehungen gingen zu Bruch, bevor sie richtig beginnen konnten.
Tja, wer will schon eine Partnerin, die ständig von früh bis abends arbeiten ist, so auch an den Wochenenden und Feiertagen.
Niemand - es sei denn, die Vorliebe zum Fremdgehen war vorhanden.
Freunde wandten sich ab, Freundschaften gingen in die Binsen…

Noch mehr Katastrophen?
Diverse Blamagen erspare ich meinen Gedankengängen jetzt.
An manche Ereignisse möchte ich einfach nicht mehr denken.
Unser örtlicher Bürgermeister hält mich für inkompetent, nur weil ich nach den Weisungen meiner Vorgesetzten handeln musste.
Wollte ich offensichtliche Fehler bereinigen, kam der Hammer von oben.

Guter Wille wurde weder finanziell noch mit Dankbarkeit honoriert, meistens gab es nur noch einen Tritt in den Allerwertesten.
Sie redet, ich tu es - es ist unwahr und falsch - wäre meine eigenständige unerlaubte Handlung.

So lief es die vergangenen Jahre, doch nun ist Schluss.
Ich mag nicht mehr leiden, Angst vor dem morgendlichen Aufstehen haben, dauernd überlegen ob ich falsch reagiert habe, nicht jedes gesagte Wort zum Beweis aufschreiben müssen, nicht um meinen Lohn betteln, nicht ihre Fehler ausbügeln, nichts dergleichen möchte ich mehr tun müssen.

Ich durfte mit anschauen, wie andere Kollegen vor mir aus nahezu denselben Gründen das Handtuch schmissen.
Weiß, wen es psychisch getroffen hat, wer gesundheitliche Probleme davon trug, wer wen anschiss um Bestätigung zu finden.

Mittlerweile verstehe ich nur nicht mehr, warum wir alle so handelten.
Es gibt wirklich bessere Arbeitsplätze, zumal unsereins sich seine Stelle selbst schreiben muss, inkl. Kündigung, Verträge, Arbeitszeugnisse…
Wer schreibt, der bleibt….wahrer Spruch.

Wenn sie, die Chefin, denkt, dass es in Stollberg genauso locker läuft wie es in Neukirchen war, dann haben wir dort bald denselben miesen Ruf.
Denn letztlich entspricht es doch der Wahrheit, dass durch sie viele Partner und Kunden abgesprungen sind.
Zu viele Versprechen wurden gemacht, kaum etwas davon eingehalten.

Dass in unserem Berufsfeld sehr kreativ gearbeitet werden muss, weiß jeder, der sich darin etwas auskennt.
Doch ganz zu arg darf man es eben weder mit Worten noch mit Taten treiben.
Es gibt tatsächlich Menschen, die sich auf Gesagtes verlassen - und in der Regel verlassen wurden.

Aber genug gemeckert, auch wenn es verdammt gut tat, dies alles „kurz“ aufzuschreiben.
Ich muss es auf mich zukommen lassen, nur noch wenige freie Stunden verbleiben.
Das Magengrummeln wird Montagmorgen ins Unerträgliche steigen, dessen bin ich sicher.

 
31.07.2011 / 02:52 Uhr



Stellenwert


Wenn ich mir so überlege, wer mir bisher im Leben wirklich wichtig war, muss ich eigentlich nur darüber nachdenken, welche Personen mich aus Gefühlsgründen zu Tränenausbrüchen gebracht haben.
Beziehe ich das auf die Männerwelt, wird’s wirklich bescheiden.

J.D. 2004 - 2008:
Eine unendliche Geschichte, die dann doch ein jähes Ende nahm - nachdem er das zweite Mal Vater wurde und ich das zweite Mal nicht schwanger war.
Ironie…
Aber weh tat es trotzdem.
Nachdem er mich nicht mehr zum Weinen brachte, wusste ich, dass es sinnlos ist, noch daran festzuhalten.

I.H. 2008:
Der Freund von Erik, den ich natürlich zuvor kennen lernte.
Waren ein paar wenige Wochen, aber immerhin sprach er etwas in mir an.
Seine stahlblauen Augen und der Blick….ja, das war eine kurze, aber besondere Zeit.
Und derjenige, der aus Zuneigung fremd ging.
Verstehe es wer wolle, aber gekratzt hat das tüchtig.

J.S. 2008 - 2010:
Wenn man Sterne berühren kann, so ist es er, der das ermöglicht.
Ein wunderbarer Mann, so wunderbar, dass ich bei jeder Annäherung vor im wegrannte.
Herzlichen Glückwunsch du dummes Huhn, eine Andere war nicht so doof.
Soll er glücklich werden, ich gönne es ihm wirklich.
Nur scheint er es nicht 100%ig zu sein.
Der Unterschied ist zu enorm, wenn wir uns begegnen zu dem Lächeln, was sie bekommt.
Doch es hat nunmal nicht sein sollen - jetzt gibt es nur noch Freudentränen.

T.B. 2008:
Der Kumpel von J.S. und ein langjähriger Bekannter meinerseits.
Konnte nix werden, er war zu grob, plante zu schnell unsere Zukunft.
Ich mochte ihn, nun wird er mir egal, zumal die Freundschaft auch kaputt ging durch diesen Hickhack.
Aber wegen ihm geheult?
Nein, nur wegen dem Zauber der Musik, da er als Veranstalter meist das auflegt, was mich bewegt.

E. 2008 -…:
Ja….er brachte mich nur mit einer SMS zum Schniefen.
Warum eigentlich?
Weil er so direkt war und mir seine ungeschönte Meinung an den Kopf knallte?
Weil ich durch ihn wach wurde, dass man nicht mit Gefühlen spielt?
Weil…?
Es wird seine Gründe haben, erklären kann ich es nicht.

R.G. 2011:
Er verzauberte mich binnen weniger Minuten.
Hinterließ Spuren und Eindrücke.
Doch leider trog bei ihm der Schein nicht, nur wollte ich es nicht sehen.
Allerdings bewegte er mich zu Rachegedanken, was kaum bei mir vorkommt.
Doch er hatte mein Ego angeknackst und somit hatte er verloren, ich kam auf die psychologische Tour.
Aber nie lief wegen ihm eine Salzkuller…

F.V. 2010/11 - …:
Sturzbäche sind seid 2….3 Wochen vorprogrammiert.
Gar kein gutes Zeichen, aber wenn ein Mann es schafft, dass man aus lauter Freude weint…na dann kann er nicht so verkehrt sein.
Schlimmer noch…einen halben Tag nur Roland Kaiser gehört, ab und an geschnieft und in Gedanken wo gewesen?
Ohne Worte.
Aber Recht sollte ich behalten…er hätte mich mit einer SMS geweckt, wenn ich den Handyrufton angehabt hätte ^^

Sollte ich mich also darauf verlassen, dass derjenige der Richtige sein könnte, der mich zum Heulen bringt?
Tja, dann muss wohl ein Vorrat an Faltencremés, Augenringabdeck-Stiften oder am besten gleich ein Schönheits-Schnippler vorhanden sein.

Kann man Menschen wirklich nur danach beurteilen, in wie weit sie sich emotional in der eigenen Seele eingraben - in diesem Fall meiner - und dort ihre Spuren hinterlassen?
Oder aber bin ich nur so sentimental-melancholisch veranlagt, dass diese Regungen für mich einen ausschlaggebenden Stellenwert besitzen?

Doch wenn ich eben zurückdenke und mir diese einzelnen Charaktere vorstelle, dann scheint es tatsächlich so zu sein.
Und wenn ich jetzt noch den Zeitrahmen und die Häufigkeit der Heulerei mit den Personen vergleiche, kommt wiederum nichts Gutes dabei raus.
Denn dann stehen Jan, Jens und der Fabelhafte in der ersten Reihe - vergleichen mit der Zeitspanne wird’s Mist - Sieger ist dann nämlich….

Und diesen Gedanken verdränge ich jetzt mal ganz, ganz schnell…


29.07.2011 / 02:36 Uhr

Donnerstag, 28. Juli 2011

Fabelhafter…


Ich glaube, ich habe soeben unseren Song gefunden: „Nie zuvor“ von Elektra.

Es wird langsam hell draußen, die ersten munteren Vögelchen zwitschern leise ihren Guten-Morgen-Song.

Auch du wirst bald aufstehen müssen, das familiäre Frühstück - sofern vorhanden - überstehen und dann zur Arbeit fahren.
Was der Tag bringt wissen wir nicht.

Während du dich mit Policen und anderem Papierkram auseinander setzen musst, werde ich schlafen und träumen.
Vielleicht von dir, vielleicht von uns, vielleicht weder das Eine noch das Andere.

Eventuell weckt mich eine Nachricht von dir…
Und vielleicht werden wir uns heute noch sehen…


28.07.2011 / 04:48 Uhr

Geschafft…



Der Brief, den ich nie schreiben wollte, ist fertig.
Jedenfalls als Datei.
Nun müsste ich ihn nur noch handschriftlich verfassen und prompt kommen mir gestalterische Zweifel.
Soll ja schließlich auch optisch einen Eindruck hinterlassen und nicht nur der Inhalt.

Obwohl ich irgendwie die Vermutung habe, dass der Brief ungelesen im Müll landen wird.
Egal, ich hab’s getan und gut ist.
Nun brauch ich mir keine Vorwürfe mehr machen, all das Geschehene unbeantwortet im Raum stehen gelassen zu haben.

Aber ein kleines Problem gibt es noch.
Wie bekomme ich dieses Schriftstück an den Mann?
Artet das Ganze jetzt wieder in stundenlangen Stalking-Attacken aus?
Ein normaler Mensch würde den Brief in den dafür vorgesehenen Briefkasten am Haus einstecken.
Doch bin ich weder normal, noch ist das unsere Art bisher gewesen.

Also wird es wieder auf ein Katz-und-Maus-Spiel hinauslaufen, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann und September ist bald und bis dahin soll er doch gefälligst aufhören mich zu hassen…jawohl.

Ich bin mir absolut nicht sicher, ob es richtig ist, was ich da vorhabe.
Ok, die Zeit wird es zeigen - egal ob positiv oder negativ - irgendwas wird passieren.
Und wenn nichts geschieht, weiß ich doch wenigstens woran ich bin und kann - und muss -  dieses Kapitel dann auch abhaken.

Egal auf was es hinausläuft, ein persönlicher Meilenstein wird es auf jeden Fall, auch wenn ich es jetzt noch nicht genau erklären kann, doch mein Bauchgefühl äußert sich eben so.
Schlussendlich ist es trotzdem traurig für mich persönlich, dass ich entgegen meines Stolzes, derartige Bettelbriefe verfasse.
Genauso gut könnte ich mich bei „Verzeih mir“ anmelden und den ganzen Kram noch öffentlich zur Schau stellen.

Aber nein, Stolz ist grad nicht drin und wenn ich es nicht mache, bereue ich es hinterher sowieso - obwohl aufgehoben nicht aufgeschoben ist.
Verflixt, ich suche krampfhaft nach Ausreden für mein eigenes Verhalten.

Basta…der Brief ist fertig und gut.


28.07.2011 / 04:40 Uhr

Fehler…

Warum ich dich gestern Abend abgewiesen habe, weiß ich wiedermal nicht.
Dabei suche ich dich minütlich, warte auf ein Zeichen und freue mich umso mehr, wenn ich eins von deiner Seite her bekomme.

Auch gestern hast du mir ein Strahlen ins Gesicht gezaubert, das es kaum noch zu ertragen war.
Ich hörte Schmonzetten wie „Flugzeuge im Bauch“, „Verdammt, ich lieb´ dich“ und lauter solch Seelenkäse.

Und jetzt, genau jetzt in diesem Moment, bekomme ich beim Gedanken daran, Gänsehaut, mich überläuft ein heiß-kalter Schauer.
Verflixt…du machst mich verrückt!

Wir würden uns diese Woche noch mal sehen, meintest du ganz überzeugt.
Ich hoffe es, ich will, ich muss….ich brauche es, ich brauche dich!
Es würde unheimlich aufbauen, bevor es dann kommende Woche an den neuen Arbeitsplatz geht.

Du nimmst mich so, wie ich bin.
Möchtest nichts ändern, kritisierst nicht an meiner Person, findest alles genau richtig und zeigst mir dies auch deutlich.
Ein tolles Gefühl!

Warum hab ich noch mal nein gesagt?
Achja, ich fühlte mich nicht wohl genug in meiner Haut, war eigentlich auch anderweitig beschäftigt, abwesend sozusagen.
Trotzdem zögerte ich mit meiner Entscheidung.
Dich mehrmals in einer Woche zu treffen, würde wieder so wie zu Beginn unserer Bekanntschaft sein.
Eigentlich doch genau das, was ich mir wünsche.
So denn: ein neues Vorhaben meinerseits.
Wenn ich nicht außer Landes oder matschig krank bin, werde ich ab sofort jede Chance auf dich ergreifen.
So sei es!

Nun sitze ich seit einer Ewigkeit am Brief für Erik.
Ein wenig weiter bin ich gekommen, muss nur die Textbausteine meiner Gedanken zu einem Ganzen zusammenfügen und dann alles noch mal per Hand zu Papier bringen.
Dieser Brief soll noch diese Woche fertig werden.

Aber irgendwie glaube ich, dass du, geliebter Fabelhafter, mich davon ablenken willst.
Auch wenn du davon gar nichts weißt.
Ein schicksalhaftes Zeichen vielleicht, dass dieser Brief ein Fehler sein wird.
Oder aber, dass all das, was ich mir mit dem Schreiben dieser Zeilen wünsche, in Erfüllung geht und wir Beide - du und ich - dann nie wieder die Chance haben, dass zu tun, was wir tun.
Sozusagen ein Hinweis darauf, dass wir Zwei jede Minute, die uns noch bleibt, ausnutzen sollen.

Selbst wenn es so wäre und der Brief die Erfüllung (einstiger) Wünsche wahr machen würde - würde es an unserem Spiel wirklich etwas ändern?
Nein, nicht direkt, die Freundschaft würde auf jeden Fall bleiben.

Und ja, ich beginne zu zweifeln.
Nicht an dir F., nein - ich zweifle an mir.
Ist es wirklich das was ich will?
Eine dauerhafte gemeinsame Zukunft mit dem Anderen?
Mit Erik, dem Verträumten.

Doch, ja, ich will.
Und nein, dich will ich nicht verlieren, in keinster Weise und niemals!
Dieses ewige Hin und Her in mir macht mich noch wahnsinnig.
Zugegebenermaßen leide ich unter Bindungsängsten, andererseits wird es auch langsam mal Zeit, solide zu werden.
Wenn auch nur äußerlich - Opium fürs Volk sozusagen - innerlich werde ich mich nicht fügen.
Und diese gewisse Liebe zu dir, Fabi - man kann es so bezeichnen - die vergeht sowieso nicht so einfach, egal wer an meiner Seite sein würde, sofern ich es zulasse.

Ich spüre Veränderungen an und in mir.
Diese leidenschaftliche Vorfreude auf Begegnungen mit dir, das verträumte Singen, die ausgewählte Garderobe inkl. passenden Makeups.
Du machst mich unwissentlich zur Püppi, passend zum Standart deines Niveaus.
Und ich habe nichts dagegen, sondern genieße es, es tut gut, wieder so sein zu dürfen.
Ist es ein gutes Zeichen, solche Veränderungen bewusst mitzumachen?
Scheinbar ja, sonst würde sich doch sicherlich in mir etwas wehren.

Falls ich demnächst meine Zigaretten mit Mundstück rauche, möchte ich aber erschossen werden, denn dann habe ich gänzlich den Bezug zur Erde verloren…


28.07.2011 / 02:38 Uhr